Archive for January, 2007
TYPO3 around the world
TYPO3 ist ein open-source CMS, das in den letzten Jahren immer mehr Zuspruch gefunden hat. Seit einigen Monaten existiert eine Mailgruppe, die sich um die Verbesserung der Usability kümmert (von einem Team im eigentlichen Sinne kann man dabei nicht sprechen). Interessant ist die Zusammenarbeit per Mail ohne sich dabei wirklich zu kennen oder zu sehen. So weiß man nie, mit wem man auf der anderen Seite spricht.
Eine kleine Gruppe, der ich mich auch angeschlossen habe, hat sich zum Ziel gesetzt, einen Fragebogen zu entwerfen, um die TYPO3-Community mit einzubeziehen und zumindest eine Ahnung davon zu bekommen, wie die Sichtweise von weniger involvierten TYPO3-Nutzern ist. Nachdem wir über 4 (!) Monate in einem Wiki die Fragen konzipiert haben, ist nun der offizielle Fragebogen in Textform fertig. Der wurde dann von Cate aus Australien nochmals Korrekturgelesen und ist nun bei den Übersetzern. So wird der Fragebogen bald nach fast einem halben Jahr dann in mehreren Sprachen erscheinen. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse. Alleine das Erstellen des Fragebogens war schon ein Netzwerk-Erlebnis der besonderen Art.
No commentsSo verringert Google Google-Bomben
Sogenannte Google-Bomben sind ein unschöner Nebeneffekt des erweiterten Pagerank-Algorithmus. Die Linktexte der eingehenden Verweise auf eine Seite werden bei dem Ranking mit beachtet. So führte zum Beispiel lange Zeit die Suche von miserable failure auf die Website von Präsident George W. Bush, da insbesondere viele Blogs mit genau diesem beiden Begriffen auf die Seite verlinkten.
Insgesamt sind über 100 solcher Google-Bomben “bekannt”.
Matt Cutts, Mitarbeiter im Spam-Team bei Google und quasi-offizieller Google-Blogger, berichtet in seinem Blog, dass der neu eingeführte Schutz lediglich eine geringe Reichweite hat in Bezug auf das Gesamtranking:
Just to drill the point home, this Googlebomb algorithm is not affecting you; it’s very limited in scope.
Im offiziellen Google Webmaster Blog gibt es etwas ausführlichere Informationen. Wer sich allerdings genaue Details erhofft, ist - wie immer - an der falschen Stelle. Derzeit türmen sich Vermutungen über Vermutungen und Ideen über Ideen, wie die Google-Bomben-Entschärfung funktioniert.
Als “Fakten” aus den Primärquellen kann man derzeit festhalten:
- Die Auswirkungen sind sehr eingegrenzt.
- Statt der betreffenden “gebombten” Seite werden vorzugsweise Kommentare, Diskussionen und Artikel angezeigt.
- Die Analyse funktioniert algorithmisch, d.h. ohne manuelle Auswertung.
So könnte der Algorithmus funktionieren: Vermutlich wurde die Google-Bomb-Entschärfung als Sekundäranalyse geschaltet. D.h. der eigentliche Googlepage-Rank ermittelt wie üblich das Ranking. Findet sich jedoch auf den vorderen Plätzen eine Seite, die sich durch eine ausserordentlich hohe Anzahl an gleichlautenden Linktexten vorzugsweise von Kommentaren und “user generated” Websites auszeichnet und findet die Onpage-Analyse außerdem nicht das betreffende Thema, welches verlinkt wurde, auf der Seite selbst, dann ist die Wahrscheinlichkeit für eine Google-Bombe hoch. Ist dieser “Schwellwert” überschritten, wird das eigentliche Ranking dann nochmals umberechnet, so dass Kommentare, Diskussionen und Artikel zu dem Thema (sprich: Inhalte, statt überwiegend Pagerank) stärker gewichtet werden und somit schließlich weiter oben stehen.
In wie weit diese Hypothese wahr ist, müssen spezielle Tests zeigen.
Jedenfalls ist es das Anti-Google-Bombing als weiterer Schritt zu sehen, dass Google nicht mehr nur primär auf den Pagerank-Algorithmus setzt, sondern auch wieder die eigentlichen Seiteninhalte wieder - zumindest unter bestimmten Bedingungen - stärker berücksichtigt werden.
1 commentNur die ersten Treffer zählen
Die visuelle Darstellung eines Blickverlaufes auf einer Google-Ergebnisseite eines Probanden zeigt ein typisches Phänomen: Meist werden nur die ersten Treffer angeschaut. Ob und wie weitere Einträge betrachtet werden, hängt vor allem von der Art der Suche ab. Das verdeutlicht die folgende Auswertung einer Blickaufzeichung, die ich im Rahmen einer Studie zum Suchverhalten im WWW gemacht habe:
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(Er)messen: Geld mit web2.0 verdienen?
Bislang scheint es noch kein Patentrezept zu geben, um mit web2.0, speziell Weblogs (ausreichend) Umsatz zu generieren. Charlene Li, Mitarbeiter bei einem us-amerikanischen Analyseunternehmen) stellt in Ihrem Blog eine Methode vor, um den ROI (Return On Investment) eines Blogs zu berechnen. Den ausführlichen Report gibt es leider nur für US$379.00 (ca. 15US$ pro Seite).
Was sich herauslesen lässt, ist insgesamt aber sicherlich als guter und interessanter Ansatz zu sehen, wie auch Robert Basic meint. Der Erfolg eines Weblogs wird in verschiedene Skalen operationalisiert, wie diese Grafik aus dem genannten Blog ansatzweise zeigt. Traffic, Erwähnungen in der Presse, Suchmaschinen-Position sowie andere Faktoren sind hier zu lesen.
[Update 06. Feb.]: Mehr im Posting Geld verdienen mit Web2.0 II
1 commentSpontane soziale Netzwerke dank Nokia
Nokia bietet eine (social) Software für Handys an, um via Bluetooth nach Personen zu suchen. Eine Flash-Animation, die das Prinzip erläutert, findet man hier.
Die kurze Programmbeschreibung lautet wie folgt:
- Spontan Freunde finden
- Sich selbst bekannt machen
- Spontane Bildung von Communities und Netzwerken
- Software und Nutzung kostenlos
- Kostenloses Austauschen von Dateien
Die Software also als technisches Hilfmittel zum “spontanen” Aufzeigen von sozialen Netzwerken, von deren Existenz (und vor allem Zugehörigkeit) die Nutzer nichts wissen - aber eigentlich hoffen? Latente soziale Netzwerke sozusagen. Frei nach dem Motto: Ich, Kneipengänger, weiblich mit Hund und attrativ suche nettes Gespräch, bin aber derzeit alleine und ich weiß, dass jemand in der Nähe ist, der ein soziales adhoc-Netzwerk mit mir bildet.
Da fragt man sich: Gibt es Menschen, die so etwas nutzen?