Archive for June, 2007
Kleiner geht immer
Gerade habe ich bei Peter gelesen, dass die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung seit Mitte Juni unter http://planckton.de bloggt. Vielleicht liegt es daran, dass es schon nach 23 Uhr ist, aber wie kann man denn bitteschön eine so kleine Schrift als Fließtext nutzen? Laut CSS sind das nichtmals 70%. Aua.
Usability - da ist doch die Readability mit bei? Könnte man meinen, dass es so aus dem WWWald schreit. Also bitte. Die FASZ hat bestimmt nicht nur Leser in der jungen Generation - da ist man ja durchaus auch gewillt, kleinere Texte zu lesen (man denke nur an Bravo und Co.). Aber in jedem “älteren” Printprodukt sind größere Typen zu erblicken.
Ganz im Sinne des Artikels “Väter im Kreißsaal”: Bringt eine größere Schrift zur Welt, ehm… zur FASZ!
No commentsTechnorati and the start-parameter
The Technorati API still seems broken. Request with results lower than the 500th item seem to be correct yet, but requesting limit=50&start=501 returns the first result page again. It took me hours to figure this out and I couldn’t find any notice on the API-help sites at technorati. The fact that ‘limit’ seems to be limited to 50 instead of 100 is strange but one can cope with that. But I can’t explain the limitation of 501 to myself.
I am still trying to get into contact to Technorati (again). So Andrei, if you read this… ;)
No commentsErkenntnis der Woche #1
Auf vielfachen Wunsch gibt es nun jede Woche die “Erkenntnis der Woche”. Beginnen wir mit einer tiefschürfenderen These, als man zunächst vermuten möchte:
Wer später bremst, fährt länger schnell.
1 commentBecker Navigationsgerät und Windows
Navigationsgeräte gibt es viele. Der Markt ist voll davon. Viele sind dazu noch voll schwer zu benutzen. Bei dem Becker-Navi ist das etwas anders. Da ist nur die Flash-Website schlecht zu bedienen, aber die interessiert im Auto meist weniger (falls dies ein Becker-Mitarbeiter lesen sollte: entfernen Sie diese schreckliche Sprach-DropDown zu Beginn! Niemand kapiert in den ersten fünf Klicks, dass er auf “deutsch” klicken muss und nicht auf den DropDown-Button).
Zurück zum Wesentlichen: Bevor das Becker-Gerät als Geburtstagsgeschenk genutzt werden soll, habe ich es einmal testen wollen (ob es “tut”, weil wenn nicht, wäre das ein doofes Geschenk). Hat es natürlich nicht - das Kartenmaterial sei nicht passend zur Software. Nungut. Es gab eh ein Update - runtergeladen - die Update-Anleitung gelesen (sehr gut!) - gleiche Fehlermeldung - doof. Hat das Update überhaupt funktioniert fragt sich der geneigte Leser? Gute Frage. Die habe ich mir auch gestellt - daher habe ich unter Einstellungen - Informationen geschaut. Da steht aber lediglich, dass das Gerät von Becker ist und mit Navigon-Software funktioniert. Wer denkt, da könnte ja auch eine Versionsnummer stehen, denkt richtig, liegt aber falsch. Ich habe dann in einem Anflug von Unverständnis willenlos auf dem Display herumgedrückt. Interessanterweise macht das Gerät auf Schaltflächen einen anderen Ton als beim Danebenklicken. Wie willenlos ich gedrückt habe, kann man bemerken, wenn man Folgendes liest:
Klickt (oder drückt man) sechs Mal nacheinander auf das NAVIGON-Logo, dann gelangt man auf die Windows-CE Oberfläche. Hier gibts dann das gewohnte Bild, Papierkorb, Systemeinstellungen und den Windows-Explorer. Super. Da ein wenig rumgeklickt, mit F5 die Laufwerke akualisiert und geschaut, was es so zu schauen gibt. Zurück zur Navi-Software gehts dann nur noch per Aus-An-Schalt-Kombination. Wurschd.
Warum erzähle ich das? Nicht etwa, weil ich so lange kein Posting mehr geschrieben habe, sondern weil ich das noch nirgends im Netz gefunden habe. Vielleicht interessiert es ja jemanden, der das Becker-Navigationsgerät mit Windows-CE bzw. Windows-Programmen nutzen möchte. Und weil man alles im Netz findet, findet man das nun auch.
Nebenbei: In der fast 1cm dicken Bedienungsanleitung mit insgesamt 8 deutschen Seiten stand nicht (auch nicht in der ausführlichen, die natürlich nur als PDF beigelegt ist), dass das Gerät nicht in den Navigationsmodus übergeht, wenn der USB-Stecker noch steckt.
Liebe Firma Becker… es gibt noch eine Menge zu optimieren bei Ihren Produkten und deren Packungsbeilagen. Aber ich höre jetzt auf, weil lange Postings liest eh niemand.
2 commentsUpdate: Technorati-API
Juchuh! Im Posting ist zu lesen:
Thanks for reporting this. We’re working on a fix. Try again in a few days and it should be working again.
Mal schauen, wie lange “a few days” so sind.
3 commentsVersuche nie, Technorati zu erreichen
Es ist schon ein wenig ernüchternd, vielleicht sogar frustierend. Die API-Schnittstelle von Technorati ist wirklich eine nette Sache. Man kann relativ bequem Daten per XML auslesen. Normalerweise werden 20 Items angezeigt. Das ist auch gut, denn die API definiert einen Parameter &start=n, wobei n der Datensatz ist, ab dem die 20 Items angezeigt werden sollen. &start=21 würde also entsprechend die “zweite Seite” anzeigen. So weit so gut - in der Theorie. Leider funktioniert dies nicht mehr, in der Rückgabe steht trotz der Verwendung des Parameters der leere Tag <rankingstart/>.
Kein Problem, liegt sicher an mir… so denkt man ja zunächst. Nach sich häufenden und mehreren (sinnlos verbrachten) Augenblicken gibt es aber keinen Grund mehr zu einer solchen selbstkritischen Annahme. Technorati ist schuld! Das sagt dann letzlich auch dieser Beitrag in dem Support-Forum. Da ich eine direkte Lösung benötige, habe ich mich per Mail an Technorati gewendet. Da kam nur eine automatische Mailantwort zurück, man möge doch bitte nochmals eine Mail schicken mit dem Ticket XY, wenn keine Antwort käme innerhalb einer Woche. Um es kurz zu machen: Die Wochen vergingen, ich habe drei eMails geschickt, 2 zusätzlich mit der Feedback-Geschichte. Keine Antwort. Dann ein Anruf direkt in den USA. “We are not responsible for technical support, please use the contact form” war die kurze Antwort - dann aufgelegt. Super Service.
Im Forum habe ich dann jetzt ein Posting gemacht, da gibt es angeblich schon eine Antwort. Das ist aber ein Fehler in der Anzeige im Forum - es gibt noch keine Antwort. Vielleicht kommt die ja noch… wahrscheinlich nicht. Wieso bietet man einen solchen Dienst an, wenn er nicht funktioniert? Dann lieber gleich abschalten. Das spart Zeit und Nerven.
No commentsVortrag zu „Visuelle Exploration dynamischer Konfliktnetzwerke“
Heute Vormittag hörte ich einem Vortrag von Herrn Prof. Dr. Ulrik Brandes von der Universität Konstanz, Informatik und Informationswissenschaft. Er hat zum Thema „Visuelle Exploration dynamischer Konfliktnetzwerke“ gesprochen.
Der Schwerpunkt lag dabei auf nicht-diskreten Rollenzuordnungen und deren Visualisierung in einem eigenvektorbasierten Verfahren. Als Grundlage nahm er Agenturmeldungen, die von KEDS (Kansas Event Data System) semiautomatisch auf genannte Beziehungen codiert wurden. Die Bestimmung dieser Beziehungen funktioniert mehrstufig: Zunächst werden die einzelnen Akteure identifiziert („angegriffen von der NATO“, „A gegen B“) und als Token definiert. Die Beziehungen untereinander werden dann mittels der WEIS Event Codes und den Goldenstein Scale Values klassifiziert. Eine Liste der 226 Codes findet sich zur Anschauung hier. Die Goldenstein Scale Values sind definiert zwischen -10 bis 10 und meinen sehr feindlich bis sehr freundlich. Die einzelnen WEIS Codes erklären die Art der Beziehung zwischen zwei Knoten. So ist beispielsweise „A visits B“ codiert mit „A B 032 1.9“.
Die Beziehungen der beteiligten Parteien während des Kriegs im ehemaligen Jugoslawien (Balkan Set der KEDS) wurden so dynamisch visualisiert. Im Zentrum der Forschung stand jedoch nicht die Erklärung des Balkankonfliktes, auch wenn aus den gewonnen strukturellen Erkenntnissen die Idee geboren wurde, eine Art Frühwarnsystem zu entwickeln. Vielmehr lag das Interesse im methodischen Bereich, nämlich bei der nicht-diskreten Rollenzuordnung. Einem Knoten wird im diskreten Falle immer eine einzige Rolle (oder auch gar keine) zugewiesen. Dies führt automatisch zu bestimmten Informationsverlusten. Eine nicht-diskreten Rollenzuteilung erlaubt, einer Kante mehrere Rollen zu unterschiedlichen Anteilen zuzuweisen. Mit dem vorgestellten Verfahren war es Brandes et al. möglich, einen Rollengraph als Hypothese über Eigenwerte und Eigenvektoren von mehreren Rollenmatrizen zu verifizieren. Interessant war neben vielen kleineren Details auch der „model fit“-Quotient, der beschreibt, wie gut der beschriebene bipartite Graph funktioniert.
Derzeit wird das Verfahren für n-partite Graphen ausgedehnt – Wikipedia, bzw. die Versionshistorie mit den kurzen Editieranweisungen dient als Datengrundlage. Dabei wird dann ein negativer Wert im Sinne der Goldenstein Scale Values angenommen, wenn zwei Änderungen sehr kurz hintereinander geschehen – also eine Korrektur stattfindet. Hier bemerkte Brandes, dass das Verfahren nicht hundertprozentig valide wäre. In der anschließenden Diskussion wurde hauptsächlich über die Validität der Datengrundlage gesprochen. Auch das KEDS-Material hat eine Fehlerrate von bis zu 20 Prozent.
Insgesamt war der Vortrag für mich sehr interessant. Vielen Dank dafür :)
No commentsGoogle zeigt verwandte Suchbegriffe an
Gerade habe ich bei Google gesehen, dass “verwandte Suchvorgänge” unter der Ergebnisliste angezeigt werden. Die Liste kam bei der Suche mit dem Begriff Tübingen, klappt aber auch mit Trier. Da werden dann Suchen vorgeschlagen wie: trier weihnachtsmarkt, eintracht trier, aber auch reutlingen, böblingen und heidelberg. Letztere stehen auch bei der Suche nach Tübingen in der Liste (ohne, dass man bei iGoogle angemeldet ist). Interessant.
Der Vorschlag funktioniert aber nicht bei allen Städten. Heidelberg beispielsweise bleibt vorschlagslos. Bei anderen Suchen sieht man die Liste jedoch auch, etwa bei Kino. Ich bin gespannt, ob es sich hier mal wieder um einen Test handelt oder ob sich die verwandten Suchvorgänge am Seitenende bewähren.
2 commentsUsability und Suchmaschinen bei der IFRA
Ich bereite gerade das Seminar “Das Potenzial der Website nutzen” [PDF-Flyer] für Ende nächster Woche bei der IFRA vor, das ich gemeinsam mit Peter Schumacher halten werde. Dabei wird es hauptsächlich um Usability und Suchmaschinenoptimierung gehen. Bislang kamen erst zwei Fragebögen der Teilnehmer zurück, so dass die Zielgruppe bzw. deren Wissenstand noch nicht genau eingegrenzt ist. Es wird am zweiten Tag im Bereich Suchmaschinen aber auf jeden Fall nach einer rundum Informationsversorgung über Funktionsweisen und Algorithmen an die praktischen Dinge der Optimierung gehen.
No commentsSchreckliches Planetopia
Gestern bin ich von einer Woche Elba/Korsika-Segeln zurück gekommen - schön wars. Schön windig. Und was tut man, nachdem man 16 Stunden Autorückfahrt hinter sich hat und abends wieder auf die Nachrichten-Realität mit G8 und Co. stößt? Man schaut stumpfsinnige Filme. Und was tut man danach? Man zappt herum. Und was entdeckt man da? Oh Schreck, Planetopia auf Sat.1. Da gab es dann einen schrecklichen Beitrag zum Sicherheitsriskio bei E-Mail. Die übliche Geschichte: E-Mails sind lesbar und offen für jeden. Da beschwert sich dann jemand, dass ein Freemailer (wohl Googlemail) die Mails nach Texten scannt und zielgerechte Werbung anbietet. Ohne Frage ein diskussionswürdiges Thema, weil auch die Empfängerantworten (Re: XY) ohne deren Wissen oder Zustimmung zu den AGBs bekannt und gescannt werden - aber für den Besitzer eines Googlemail-Accounts sollte das kein Schreckerlebnis sein. Falls doch, ein Hinweis: Google finanziert sich zu 80% über Werbung.
Viel schrecklicher war aber der gute Mensch Rolf Strehle von der Firma DITIS. Er nutzt Ethereal, ein Tool mit dem man den Netzwerkverkehr auf Paket-Basis abhören kann. Der Sprecher im Beitrag spricht von Hacken und Abhören. Fehlte nur noch die gefahrenvolle Musik im Hintergrund. Mensch Mensch. Volksverdummung und Panikmache, die sich Journalismus nennt. Wenn so ein Beitrag, dann doch bitte sachlich richtig und nicht nur Märchen und Halbwahrheiten aus der digitalen Welt. Denn so lernt es keiner.
Für alle die, die es sich antun möchten: Den Beitrag gibt es online hier.
No comments
