Archive for August, 2007
GOR 2008 - alles Netzwerk?
Nicht ganz. Aber fast. Zumindest sind Netzwerke absolut in. Das zeigt auch das Call For Papers für die GOR 2008. Das gibt sicherlich ein paar interessante Vorträge.
No commentsNetze und Netzwerke
Gerade drauf gestoßen: Die Website Netze und Netzwerke. Im Untertitel trägt die Site “Passagen durch die Geschichte des Netzwerk-Wissens”. Man findet allerlei Inhalte und PDFs vom Eisenbahnnetzwerk über Begriffsverständigkeitsbefindlichkeiten zu Netzwerken, bis hin zu interessanten Ideen zum Thema Netzwerke.
Die Site ist von Sebastian Gießmann. Zumindest laut Impressum. Ein “über uns” gibt es allerdings nicht. Insofern weiß ich nicht, aus welcher Motivation oder aus welcher Richtung heraus die Autoren schreiben. Fazit: Interessant.
No commentsErkenntnis der Woche #6
Alles ist kontingent.
No commentsMathematik und Netzwerke
Ein kleines, aber feines Paper zur Mathematik und Graphen (aka Netzwerke) gibt es hier als 12-seitiges PDF von Mark Newman. Weitere interessante Publikationen von ihm findet man in seiner Publikationsliste.
3 commentsAuch Heise hat das Sommerloch
In einem Heise-Artikel über Eye-Tracking veröffentlicht die Redaktion einen DPA-Artikel über die Forschergruppe aus Hohenheim, die Webseiten mittels Blickaufzeichnung evaluiert. Neu ist das nicht. Und auch diverse angesprochene Befunde sind entweder sehr stark vereinfacht und populär dargestellt oder einfach nur kurzsichtig.
Typische visuelle Blickmuster zwischen Männern und Frauen gibt es laut verschienen Studien nicht unbedingt. Und vor allem sind diese nicht typisch, wie man das vermuten könnte: Auch Frauen schauen auf weniger bekleidete Frauen. In der Laborsituation steht die soziale Erwünschtheit ohnehin in diese Punkt jedweder Erkenntnis im Wege.
Und auch Zitate wie das folgende geben zu denken:
“In Untersuchungen ist gezeigt worden, dass sich Probanden sehr viel natürlicher verhalten, wenn sie nicht das Gefühl haben, der Forscher steht dahinter und schreibt direkt mit.”
Sicherlich - es schreibt niemand mit. Aber wie natürlich verhält man sich, wenn man einen Helm mit Blickkamera auf hat oder in der etwas entschärften Situation eine Kamera direkt vor dem Monitor steht und man sich nicht allzusehr nach hinten und vorne bewegen darf (denn sonst sind die Daten ungenau und daher wird jeder Proband vorher gebrieft).
Die spannende Frage ist schließlich und letztlich: Gibt es visuelle Nutzungsmuster im Netz? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Sicherlich eine methodisch anspruchsvolle Aufgabe. Denn neben den Variablen der Probanden (Geschlecht, Alter, Weberfahrung, etc.) existieren auch verschiedene Website-Variablen (Website-Genre, Farben, Aufbau, Ansprache, Design, Grafiken, Anmutung, …) und unterschiedliche Aufgabentypen (gezielte Suche, einfaches zielloses Surfen,…). Darüber braucht ein DPA-Artikel natürlich nicht zu informieren. Ich bin gespannt, auf die wissenschaftlichen Publikationen.
In wenigen Wochen erscheint übrigens meine Studie “Informationssuche im World Wide Web” als Buch, in dem auch die Blickaufzeichnung mit 30 Probanden zum Einsatz kam. Es zeigte sich, dass es durchaus Strategien gibt zur Informationsfindung. Die sind aber sehr stark abhängig von den oben genannten Faktoren.
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