Netzwerkkommunikation

blog about network communication

Archive for October, 2007

OpenSocial API von Google

Das wurde ja auch Zeit. Man wunderte sich schon, wann Google endlich den Fuß ins Social-Networking setzt. Morgen soll laut TechCrunch die Programmierschnittstelle OpenSocial online gehen. Im Netz gibt es darüber bereits eine Menge zu lesen. Details soll es dann unter code.google.com/apis/opensocial geben. Man darf gespannt sein.

Mal schauen ob Google es schafft, die zahlreichen Plattformen zu vereinheitlichen. Ab ins Semantic, nein, Social -Net-Web, in dem jeder einen Krümel abbekommt.

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XFN, Blogrolls und das Und?

Kennt das eigentlich jemand? Nutzt das überhaupt jemand? XFN ist nichts zu essen, soviel ist schon einmal klar. Vielleicht würde das die Bedeutung der Blogrolls (siehe Umfrage von robertbasic) etwas beflügeln. Dann müsste man aber auch einmal klären, was die Verlinkung bei den Blogrolls überhaupt inhaltlich und funktional ist. Vielleicht da mal den Kollegen Benedikt fragen, ob er bei einem kleinen Projekt dabei wäre.

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CfP: “new techniques and new approaches in SNA”

Wer des Französischen und der Netzwerkforschung zugeneigt ist, der nehme den Call for Papers zur Kenntnis:
http://www.cmh.pro.ens.fr/reseaux-sociaux/hoprubrique.php?id_rub=5

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Google Analytics - 666

In der Ausgabe No 9 des T3N Magazins habe ich den Artikel “Den Nutzern über die Schulter geschaut: Visitor-Tracking mit Google Analytics” geschrieben. Eine gekürzte Fassung ist gestern auch beim UPLOAD-Magazin veröffentlicht worden. Der Beitrag hat die ID 666. Das ist sicherlich reiner Zufall, obwohl es in dem Beitrag auch um Google als Datenkrake geht.

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Missing Data in Networks

Ich lese und sammle gerade Literatur für ein Buchkapitel, das ich am schreiben bin. Da geht es um fehlende Daten in Netzwerken, welchen Effekt sie haben und wie man sie vermeiden kann. Auf den wenigen Seiten wird es aber nicht um eine mathematische oder sozialwissenschaftliche Anleitung gehen, sondern ich versuche eher einen status quo zu skizzieren. Irgendwie ironisch. Diese Woche ist mein Arbeitsplatzrechner (”missing data”) geklaut worden.

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studiVZ und IVW

Auf studiVZ wird man mittlerweile ja auch “beworben”. Ich habe gerade bei der IVW geschaut, wie studiVZ da steht. Das ist recht interessant und beeindruckend wie ich finde.

Auf Platz eins 08/2007 mit rund 270 Mio. Visits steht T-Online. Platz zwei MSN (196 Mio.) und Platz drei Yahoo (139 Mio). Hier kommen sicherlich eine Menge Visits von den Standard-Startseiten der DialIn-Anbieter und von den Webmail-Accounts. ProSieben Online ist auf Platz vier mit 119 Mio. und dann folgt studiVZ mit 98 Mio. Visits. AOL (85 Mio) und Spiegel Online (70 Mio) und sogar Bild.de (46 Mio) verweist die Plattform damit auf die hinteren Plätze. Für “beta 2.0 studivz” ist das doch beachtlich. Mal gespannt, ob das auch so bleibt, wenn facebook nach Deutschland kommt.

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REACH: ResearcherVZ statt studiVZ

In Bamberg wurde vorletzte Woche der “Netzwerkgedanke” beim DNN2007 zwischen Wissenschaftlern recht groß geschrieben. In irgendeinem Gespräch (der Komm.Partner möge sich hier melden) kam auf, wieso es denn kein Verzeichnis für Wissenschaftler gäbe, ähnlich wie XING oder studiVZ. Der Gedanke ist so blöd gar nicht - man stelle sich eine Plattform vor, auf der Wissenschaftler vertreten sind. Man könnte “Freundschafts-” und Kooperationsnetzwerke zeichnen, man könnte Experten zu verschiedenen Bereichen finden und man könnte das System “Wissenschaft” transparenter machen. Also warum nicht researchvz.de gründen (hiermit melde ich das Patent an!). Aber eine geschlossene Plattform wie XING oder studiVZ verdient eigentlich nicht - wie Klaus (ProjektBlog) in Bamberg aus Informatikersicht mehrfach äußerte - nicht so recht den Web 2.0 Gedanken, weil es ja doch nur ein Anbieter ist, der die Plattform bereit stellt. Ähnlich wie übrigens bei SecondLife, um das es so still geworden ist.

Daher hier der Vorschlag und Vorstoß: Man entwickle einen Standard, der dann im gesamten Web auf den einzelnen Seiten der jeweiligen Wissenschaftler (z.B. auf Blogs) platziert wird. Das ganze bekommt einfach mal den Arbeitstitel: REACH - für REsearch And exCHange :)

Technisch könnte es eine standardisierte XML-Datei sein, die z.B. folgende Daten beinhaltet:

  • Name, Vorname, Titel
  • Arbeitsplatz
  • Arbeitsschwerpunkte
  • Forsche aktuell an
  • Projekte
  • Thema der Diss, Habil, M.A. o.ä.
  • URL zum Bild
  • etc.

Wenn ich ein bisschen Zeit habe, werde ich bald mal ein exemplarisches XML aufsetzten. Eine Suchmaschine könnte auf reachvz.de beispielsweise die verteilten XML-Dateien auffindbar machen (nach Anmeldung). Da könnte man auch ein Formular anbieten, mit dem man sozusagen sein “Profil” initial auch anlegen kann.

Das ganze wäre dann zumindest ein offenes, verteiltes Social-Network. Ich bin auf Reaktionen gespannt :)

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Review: Netzwertagung in Frankfurt

Letzte Woche fand am Donnerstag und Freitag die Netzwerktagung in Frankfurt statt. Christian Stegbauer eröffnete die Tagung mit einer kurzen Einführung und nannte gleichzeitig verwundert und stolz die Fakten: Fast 150 Teilnehmer aus verschiedenen Disziplinen und 50 Vorträge. Die Keynote wurde von Klaus Liepelt (Gründer des INFAS) gehalten. Dieser kam leider erst nach 50 Minuten seiner 20 Minuten Redezeit auf Netzwerke zu sprechen, so dass der erste Tag um eine Stunde im Programm verschoben wurde. Interessant war die Präsentationstechnik: Eine PDF, die als großformatiges Poster auch im Saal hing, scrollte er in Bahnen von oben nach unten und zurück.

Vorträge gab es wie gesagt sehr viele - insgesamt war das Programm in drei parallele Panels gegliedert. Pro Vortrag waren jeweils 30 Minuten inkl. Diskussion vorgesehen, so dass ein fliegender Wechsel zwischen den Panels möglich war, was allerdings nur von den wenigsten genutzt wurde. Ich will hier jetzt nicht auf die einzelnen Vorträge eingehen, die Abstracts stehen ja auch online und Anfang 2008 wird im VS Verlag auch ein Sammelband erscheinen.

Zusammenfassend lässt sich zu den Vorträgen sagen, dass sie sehr gemischt waren. Sowohl was das untersuchte Gebiet anbelangt, als auch das Verständnis von Netzwerken. Untersuchungen zu und mit neuen Medien gab es erstaunlich wenige. Das mag an den vielen Soziologen gelegen haben, die eher mittels Namensgeneratoren und anderen direkten Befragungsmethoden ihre Netzwerke erheben. Zum Thema Vertrauen gab es interessanterweise auch keinen Vortrag, aber das werde ich dann in den nächsten Monaten / Jahren ändern. Zur Reputation, zur Akteurs-Netzwerk-Theorie, zu PowerLaw-Verteilungen und vielem anderen konnte man allerdings einiges hören. Am besten gefallen hat mir der Vortrag von Thomas Friemel aus Zürich. Er schaute auf einzelne Kommunikationsrollen in dyadischen Beziehungen.

Am ersten Abend ging es dann bei strömenden Frankfurtregen zum Apfelwein-Trinken und Essen. Das war ausgesprochen nett. Am nächsten Tag ging es dann weiter mit Vorträgen bis mittags und dann gab es eine sehr kurze Zusammenfassung und eine in meinen Augen viel zu lange Ankündigung für eine Summerschool in Mittweida (von einer Mitarbeiterin von Herrn Liepelt, so dass ich mich dem Eindruck nicht entwehren kann, dass dort alle immer sehr ausführlich reden :).

Insgesamt konnte man - wenn man wollte - eine gewisse Aufbruchstimmung fühlen. Es gibt viele Netzwerkforscher in unterschiedlichen Disziplinen. Es gab viele Fallstudien und viel Grundsätzliches. Viel Methodenvielfalt und viel Methodenkritik. Man spürt förmlich, dass das Forschungsgebiet noch sehr jung ist und sich weiterentwickelt. Ich bin gespannt, ob der Vorstoß, eine AG “Netzwerkforschung” in der DGS zu gründen, erfolgreich ist.

Achso. Meine Einreichung wurde leider übersehen und ich bekam während der Tagung noch einen Vortragsslot angeboten, den ich aber leider abgelehnt habe, weil ich überhaupt keine Daten dabei hatte (was für eine Datenpräsentation recht hilreich ist). Dafür steht mein Paper aber im Abstract-Band der Tagung und wird auch in ausführlicher Fassung im Januar im Sammelband veröffentlicht.

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