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So verringert Google Google-Bomben

Sogenannte Google-Bomben sind ein unschöner Nebeneffekt des erweiterten Pagerank-Algorithmus. Die Linktexte der eingehenden Verweise auf eine Seite werden bei dem Ranking mit beachtet. So führte zum Beispiel lange Zeit die Suche von miserable failure auf die Website von Präsident George W. Bush, da insbesondere viele Blogs mit genau diesem beiden Begriffen auf die Seite verlinkten.
Insgesamt sind über 100 solcher Google-Bomben “bekannt”.

Matt Cutts, Mitarbeiter im Spam-Team bei Google und quasi-offizieller Google-Blogger, berichtet in seinem Blog, dass der neu eingeführte Schutz lediglich eine geringe Reichweite hat in Bezug auf das Gesamtranking:

Just to drill the point home, this Googlebomb algorithm is not affecting you; it’s very limited in scope.

Im offiziellen Google Webmaster Blog gibt es etwas ausführlichere Informationen. Wer sich allerdings genaue Details erhofft, ist - wie immer - an der falschen Stelle. Derzeit türmen sich Vermutungen über Vermutungen und Ideen über Ideen, wie die Google-Bomben-Entschärfung funktioniert.
Als “Fakten” aus den Primärquellen kann man derzeit festhalten:

  • Die Auswirkungen sind sehr eingegrenzt.
  • Statt der betreffenden “gebombten” Seite werden vorzugsweise Kommentare, Diskussionen und Artikel angezeigt.
  • Die Analyse funktioniert algorithmisch, d.h. ohne manuelle Auswertung.

So könnte der Algorithmus funktionieren: Vermutlich wurde die Google-Bomb-Entschärfung als Sekundäranalyse geschaltet. D.h. der eigentliche Googlepage-Rank ermittelt wie üblich das Ranking. Findet sich jedoch auf den vorderen Plätzen eine Seite, die sich durch eine ausserordentlich hohe Anzahl an gleichlautenden Linktexten vorzugsweise von Kommentaren und “user generated” Websites auszeichnet und findet die Onpage-Analyse außerdem nicht das betreffende Thema, welches verlinkt wurde, auf der Seite selbst, dann ist die Wahrscheinlichkeit für eine Google-Bombe hoch. Ist dieser “Schwellwert” überschritten, wird das eigentliche Ranking dann nochmals umberechnet, so dass Kommentare, Diskussionen und Artikel zu dem Thema (sprich: Inhalte, statt überwiegend Pagerank) stärker gewichtet werden und somit schließlich weiter oben stehen.

In wie weit diese Hypothese wahr ist, müssen spezielle Tests zeigen.

Jedenfalls ist es das Anti-Google-Bombing als weiterer Schritt zu sehen, dass Google nicht mehr nur primär auf den Pagerank-Algorithmus setzt, sondern auch wieder die eigentlichen Seiteninhalte wieder - zumindest unter bestimmten Bedingungen - stärker berücksichtigt werden.

1 Comment so far

  1. Peter January 29th, 2007 12:22

    Aber holla, hoffentlich wirkt sich das nicht auf “normale” SEO-Versuche aus!

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