Netzwerkkommunikation

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Wikipedia goes Vertrauen

Im “The New Scientist” (issue 2622, S. 28/29) schreibt Jim Giles über die Einbindung des Vertrauensaspekts in Wikipedia. Der Artikel ist auch hier zu lesen. Von Jimmy Wales war ja bereits im letzten Monat zu hören / lesen, dass die deutsche Wikipedia eine Art Review-Verfahren erhalten soll. Kerngedanke ist:

“We want to let anybody edit, but we don’t want to show vandalized versions.”

Ziel ist es also, den Lesern möglichst qualitativ hochwertige Artikel-Versionen anzubieten, die nicht von Vandalismus gekenntzeichnet sind. Das soll über ein Reputations-System funktionieren, welches von der Universität Californien stammt. Dabei werden die verschiedenen Textstellen unterschiedlich intensiv orange eingefärbt, wie man hier an einer Demoseite sehen kann. Die Färbung steht für das “Vertrauen”, das der Algorithmus für die Textstelle berechnet hat. Die errechnet sich laut dem Paper “A Content-Driven Reputation System for the Wikipedia” hauptsächlich aus der Reputation des Autors zu einer bestimmten Zeit selbst und aus den Reputationen der anderen an dem Artikel beteiligten Autoren. Eine 44-seitige Präsentation von der Wikimania 2007 zu dem Thema gibt es ebenfalls.

Die deutsche Wikipedia, als zweitgrößte, wird das Testgelände sein. Man darf gespannt sein, wie die Anzeige des automatisch ermittelten “Text-Vertrauens” bei den Nutzern ankommt. Auch wenn die Reputationsmaße nicht  veröffentlicht werden sollen, so führt doch die (automatische) Unterscheidung der Autoren in “sehr gute” und “weniger gute” definitiv in eine hierarchische Wikigesellschaft - und wie sich das mit dem kollaborativen Gedanken verträgt bleibt abzuwarten.

All authors are equal, but some authors are more equal than others.

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