Archive for November, 2009
Twitter & Wave
Google Wave in der Testphase ohne viele Kontakte - das ist wie Schwimmen im leeren Pool. Hat man bereits einen Twitter-Account, kann man das ganze ein wenig mit Leben füllen. Wie verbindet man Twitter mit Google Wave?
Da gibt es sicherlich eine Handvoll Möglichkeiten. Hier die - wie ich finde - unkomplizierteste:
Man legt eine neue Wave an. Dort findet sich rechts oben das grüne Puzzle-Teil - Klick. Dann wählt man “Add gadget by URL” und fügt diese URL ein: http://www.twittergadget.com/gadget.xml
Noch schnell die Login-Daten eingegeben und schwupps, hat man die eigene Twitter-Wave, die man dann in alle anderen Funktionalitäten (Timeline & Co.) mit einbinden kann. Viel Spass!
No commentsAdWords Click-Through-Rates (CTR)
Die Click-Through-Rate (CTR) ist die relative Zahl an Klicks, die eine Werbeeinblendungen erhält im Verhältnis zu ihren gesamten Einblendungen (Impressions). D.h. wenn eine Anzeige 100 Mal angezeigt wurde, bedeutet eine CTR von 5%, dass die Anzeige 5 Mal angeklickt wurde.
Kaum verwunderlich, dassbei den AdWords-Einblendungen genau das Gleiche gilt, wie bei den organischen Treffern: Je weiter oben ein Eintrag steht, desto besser ist die zu erwartende CTR.
Das bestätigen auch die Daten von AccuraCast. Das alleine ist natürlich nur mäßig spannend. Spannender sind hingegen die Zahlen:
| Position | Click Through Rate |
|---|---|
| 1 | 7.94% |
| 2 | 5.00% |
| 3 | 2.47% |
| 4 | 1.96% |
| 5 | 0.90% |
| 6 | 0.81% |
| 7 | 0.91% |
| 8 | 0.74% |
| 9 | 0.75% |
| 10 | 0.20% |
| 11 | 0.78% |
| 12 | 0.51% |
| 13 | 0.83% |
| 14 | 0.37% |
| 15 | 0.54% |
| 16 | 0.48% |
| 17 | 0.25% |
| 18 | 0.06% |
| 19 | 0.60% |
| 20 | 0.71% |
Die Daten basieren laut Quelle auf über 1,2 Millionen Klicks aus verschiedenen Branchen. Man sieht deutlich, wie die CTR in den ersten vier Treffern bereits rapide abnehmen.
No commentsKeyword-Dichte-Test: Viel hilft viel
Bei einer Umfrage von Rand Fishkin (SEOmoz), bei der „70 Top SEOs Worldwide“ ihre Meinung zum Ranking-Faktoren bei Google abgaben, bekam die Keywordverwendung Onpage („On-Page Keyword Use“) nur 15% anteilige Relevanz. Dennoch ist eine häufig gestellte Frage vor allem von Texten und Werbeagenturen wie hoch die optimale Keyword-Dichte in einem Text sein solle.
Mitte 2009 hat Johannes Beus (sistrix.de) die Ergebnisse seines Keyword-Dichte-Tests vorgestellt:
„Überraschenderweise sind es wirklich die Texte mit einer möglichst hohen Keyworddichte: auf der ersten Seite findet sich alles zwischen 7,0 und 9,8%.“
Wir haben Johannes‘ Test in wissenschaftlicher Manier einer „Verifikation“ unterzogen, da in den Kommentaren der berechtigte Hinweis gegeben wurde, dass eine Störvariable die bekannte Domain sistrix.de sein könnte. Außerdem haben wir den Test in verschiedenen Varianten erweitert.
Vorüberlegung:
Um herauszufinden, wie hoch die optimale Keyword-Dichte bei Google ist, erstellt man verschiedene Versionen eines Textes mit unterschiedlichen Keyword-Dichten. Diejenige Seite, die bei einer entsprechenden Googlesuche am besten geranked wird, enthält die optimale Keyword-Dichte. Dabei sollten alle anderen Faktoren (wie Verzeichnisstruktur, Titel, eingehende Links usw.) gleich bleiben, damit diese nicht als sogenannte Störvariablen wirken und man dann nicht mehr die Keyword-Dichte als eigentlich Ursache für das Ranking „isoliert“ betrachten kann.
Vorgehen zur Überprüfung:
Um eine Überprüfung (Verifikation) von Johannes’ Test zu erzielen, haben wir das erste Zeichen des Suchstrings „2f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf“ ersetzt durch „3f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf“. Dies sollte das Ranking des jeweiligen Keywords nicht beeinflussen. Im Footer haben wir allerdings die Credits und das Datum (wie beispielsweise hier zu sehen) entfernt. Dies erschien uns als unnötiger Störfaktor. Den Link zur Übersicht haben wir übernommen, um eine ordentliche Indexierung zu gewährleisten. Die Verzeichnisstruktur haben wir ebenfalls aus Gründen der Vergleichbarkeit übernommen, um durch unterschiedliche Ebenen nicht eine Störvariable einzubauen.
Das Verzeichnis /keyworddichte/ enthält eine Übersicht mit den Verweisen auf die einzelnen Dokumente mit einer Keyword-Dichte von 0,1% bis 10%. Johannes hat die Keywords in <b>-Tags gesetzt zur Hervorhebung. Wir sehen das als mögliche Störvariable an und haben daher unter /keywordDichte/ eine Variante angelegt ohne <b>-Fettung. Die Großschreibung von „D“ statt „d“ im Verzeichnisnamen sollte keinen Einfluss auf das Ranking haben.
Auswertung des Vergleichs:
Johannes hat in seiner Untersuchung die Abfrage „site:sistrix.de/tests/keyworddichte 2f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf“ genutzt. Der Site-Parameter führt jedoch dazu, dass unterschiedliche Ergebnisse angezeigt werden in den Rankings. Dies kann man sehen, wenn man diese unterschiedlichen Anfragen durchführt:
site:sistrix.de/tests/keyworddichte 2f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf
site:sistrix.de 2f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf
2f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf
An Position 1 steht bei der ersten Anfrage das Dokument mit der Keyworddichte von 9,2%. Bei der zweiten und dritten jeweils 10%.
Bei unseren Tests auf mindshape.de kommt bei allen drei Anfragen immer das Dokument mit 10% Keyword-Dichte an erster Stelle. Die letzte Anfrage (ohne Site-Parameter) scheint jedoch die repräsentativste für die allgemeinen Suchanfragen der suchenden Bevölkerung.
Da sowohl sistrix.de wie auch mindshape.de bereits etablierte und viel verlinkte Webseiten sind, haben wir den Test auf verschiedene neue Domains, die noch keine eingehenden Links besitzen, kopiert. Die Domains seien hier nicht genannt (damit sie weiterhin gutes Testgelände bleiben), aber das beste Ergebnis ist ebenfalls das Dokument mit der Keyword-Dichte von 10%.
Ergebnis:
Sowohl bei sistrix.de wie auch bei mindshape.de ranked zumindest derzeit das Dokument mit der Keyword-Dichte von 10% am besten. Auch auf „unbekannten“ Domains ist das Ranking ähnlich. Auch die TOP10-Plätze befinden sich alle im oberen Bereich über 5% bzw. 9%.
Sistrix.de:
10% - 9,8% - 9,4% - 9,9% - 9,2% - 9,5% - 9,0% - 8,9% - 8,4% - 7,7%
mindshape.de
10% - 9,2% - 9,8% - 9,4% - 5,1% - 9,7% - 9,0% - 7,1% - 7,0% - 5,6%
Frische .de-Domain ohne Links:
10% - 9,2% - 9,8% - 9,4% - 5,1% - 9,6% - 9,3% - 1,1% - 9,7% - 8,9%
Spannend ist sicherlich, wieso bei sistrix keine Werte um die 5% liegen. Bei der neuen Domain existiert sogar ein Wert von 1,1% in den TOP10. Das werden wir weiter verfolgen. Interessant ist allerdings, dass auf mindshape.de die ersten beiden Trefferseiten die Varianten ohne (!) Fettung sind. Erst die Ränge 3-5 sind dann „fett“.
Natürliche Texte statt Hash-Werte und Prozente über 10%
Das Untersuchungskeyword und die Dokumente im Ausgangs-Test sind keine natürlichsprachigen Texte. Man könnte vermuten, dass natürliche Texte mit Sätzen und einer ordentlichen Semantik anders geranked werden. Außerdem muss überprüft werden, ob die oben festgestellten 10% optimale Keyword-Dichte nicht noch nach oben erweitert werden müssten, da 10% das Maximum bislang war an Testvarianz.
Vorgehen 2:
Wir haben daher 1000 Wörter aus einem möglichst themenneutralen Text genommen (Kafka, „Die Verwandlung“) und systematisch wie bei den vorherigen Tests die Keyword-Dichte variiert. Dabei haben wir jeweils das n-te Wort ersetzt durch das Keyword „Mydiatonitis“. Wir haben allerdings diesmal eine Keyword-Dichte von bis zu 20% umgesetzt. Auch dieses Testset haben wir variiert in drei Varianten:
/kEyworddichte/ mit Fettung des Keywords
/keYworddichte/ ohne Fettung und
/keyWorddichte/ mit dem Titel „notitle“ statt dem jeweiligen Keyword wie bei allen anderen Tests.
Ergebnis:
Bei der Suche nach Mydiatonitis ist auf Rang 1 das Dokument mit der unglaublich unleserlichen Keyworddichte von 19,9% (auch bei Google Caffein Beta). Die Variante ist die „mit ohne“ Fettung. Erst an Platz 5 ist die Fettung mit 19,7% vertreten.
Die Reihe der TOP10 sieht wie folgt aus:
19,9% - 19,8% - 19,7% - 19,6% - 19,7% - 19,5% - 19,3% - 19,2% - 19,1% - 19,0%
Die optimale Keyworddichte beim annähernd natürlichsprachigen Text ist also immer über 19%.
Fazit:
Viel hilft scheinbar viel. Bei den Hash-Tests war die Keyworddichte „am Anschlag“ mit 10%. Höhere Testdichten gab es dort nicht. Die optimale Keyword-Dichte bei einem natürlichsprachigen Text liegt rein analytisch betrachtet bei 19,9%. Leserlich ist der Text allerdings nicht mehr (und „natürlich“ auch nicht). Die aktuelle Beta von Google liefert übrigens in den Top-Rankings die gleichen Ergebnisse bei den Tests.
[Update:] Review nach vier Wochen (12/09)
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