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Keyword-Dichte: Kein zeitlicher Einfluss nach 4 Wochen
Vor genau vier Wochen am 03.11.2009 haben ich die Testergebnisse unseres kleinen SEO-Tests veröffentlicht. Dabei haben wir mehrere Seiten mit gleichem Inhalt, aber unterschiedlicher Keyword-Dichte generiert und nach der Indexierung geschaut, welche Seite mit welcher Keyworddichte am besten ranked. Das haben wir für Seiten mit Hashs gemacht und für (eher) natürlichsprachige Seiten.
Jetzt nach vier Wochen wollten wir überprüfen, ob zeitliche Faktoren vielleicht eine Veränderung im Ranking und damit in der Gewichtung der “optimalen” Keyword-Dichte bewirken.
Zur Erinnerung - das beste Ergebnis (TOP1) kurz nach der Indexierung war:
- Hash Keyword-Test von Sistrix.de: 10%
- Hash Keyword-Test von mindshape.de:10%
- Hash Keyword-Test von frischer .de-Domain: 10%
- Natürlichsprachiger Test von frischer .de-Domain: 19,9%
(Bei den Hash-Tests war die höchstangelegte Keyword-Dichte eben die 10%, bei dem natürlichsprachigen Test 20%)
Vier Wochen später sieht das nun so aus:
- Hash Keyword-Test von Sistrix.de: 10%
- Hash Keyword-Test von mindshape.de:9,9% (-0,1%)
- Hash Keyword-Test von frischer .de-Domain: 10%
- Natürlichsprachiger Test von frischer .de-Domain: 19,3% (-0,6%)
Fazit zum besten Ranking:
Wirklich viel getan hat sich in den vier Wochen nicht. Die leichten Schwankungen konnten wir auch zwischen einzelnen Tagen beobachten. Interessant wird es allerdings, wenn man die Folgerankings betrachtet. Zumindest der zweite Treffer innerhalb einer Domain wird in den SERPs angezeigt (weil so wenige Suchergebnisse gefunden werden für die Suchbegriffe).
TOP10-Reihe für natürlichsprachigen Test:
Vorher:
19,9% - 19,8% - 19,7% - 19,6% - 19,7% - 19,5% - 19,3% - 19,2% - 19,1% - 19,0%
Jetzt (mit der Funktion “Weitere Ergebnisse anzeigen von …”)
19,3% - 8,9% - 19,4% - 16,6% - 14,3% - 12,5% - 11%
Nutzt man die “site:”-Funktion ergibt sich ein anderes Ranking, das imho nicht dem algorithmischen Ranking entspricht. Daher sei hier darauf verzichnet. Interessant ist aber der Einbruch von 8,9% Keyword-Dichte auf Platz 2. Hier kann man fast schon wieder von einem relativ leserlichen Text reden.
Bei dem Hash-Test hat sich in der Reihe allerdings weniger getan:
Vorher:
10% - 9,2% - 9,8% - 9,4% - 5,1% - 9,7% - 9,0% - 7,1% - 7,0% - 5,6%
Jetzt:
9,9% - 9,8% - 9,3% - 9,6% - 9,5% - 9,1% - 9,4%
Fazit nach vier Wochen:
Sowohl bei dem Hash-Test wie dem natürlichsprachigen Test zeigt sich, dass auch nach vier Wochen enorm hohe Keyword-Dichten an erster Stelle stehen. Die Rankingveränderung ist nur minimal und wohl nicht auf einen zeitlichen Faktor zurückzuführen. Zumindest wenn man die Keyword-Dichte isoliert betrachtet ohne Störvariablen, dann ergibt das immer noch einen unnatürlich zu lesenden Text. In wie weit der Faktor “Keyword-Dichte” erst mit anderen Faktoren zusammen eine inhaltlich vernünftige Form annimmt, bleibt allerdings offen. Wir werden den Test und das Ranking weiter beobachten und berichten.
Webmaster Tools zeigt Website Performance an
Noch ist gar nicht Weihnachten, aber das Google-Team um die Webmaster Tools veröffentlichen nahezu im Wochenrythmus neue Features. Im Beta-Bereich “Google-Labs” sieht man einen neuen Punkt: Website-Leistung.
Google sammelt die Daten zur Website-Leistung von den Nutzern, die die Google Toolbar einsetzen. Das Messinstrument gibt es auch als Firefox-Extension.
Endlich erhält man als Webmaster von “offizieller” Seite Informationen über die Leistung seiner Website. Das ist nicht ganz uninteressant, denn die Performance ist eines der Rankingkriterien. Je schneller eine Seite läd, desto häufiger wird sie von den Crawlern besucht und desto besser ist sie in den Augen von Google für Nutzer (wer mag schon langsam ladende Seiten).
Als Webmaster erhält man durch die neue Funktion nicht nur einen Überblick und Vergleich zur Performance, sondern auch konkrete Verbesserungsvorschläge. Reinschauen lohnt sich also auf jeden Fall.
No commentsBlogschau: Ade Google Pagerank
Nachdem ich Anfang der Woche noch wenig über das Thema “Google stellt Pagerank-Anzeige ein” gelesen habe und mich befleißigt fühlte seit langem mal wieder zwei Blogpostings darüber zu schreiben, gibt es mittlerweile etwas mehr darüber. Daher eine kleine Blogschau zum Thema:
- Gretus hat den Pagerank bereits beerdigt und eine Sterbeanzeige veröffentlich. Wer schreibt den Nachruf?
- Andre war noch ein Stück kreativer und schreibt über “SEO Jones und der verschwundene Pagerank”. Sehr amüsant zu lesen.
- Etwas ernster beschäftigt sich Mikkel mit dem Thema und meint, dass die Branche auch ganz gut ohne Pagerank auskommen wird / soll: “PageRank is a brand more than a technology today.“
- Hier findet sich auch ein Statement von Google (Susan Moskwa):
“[…] We removed it because we felt it was silly to tell people not to think about it, but then to show them the data, implying that they should look at it. :-)”.
Der Autor ist zwar der Meinung, dass die Pagerank-Anzeige überflüssig ist, aus Sicht des Brandings aber nicht verzichtbar. Damit stimmt er mit Mikkel überein.
Zumindest die Pagerank-Anzeige fährt Google also zurück, darin sind sich alle einig. Intressant ist sicherlich, dass nächstes Jahr das Pagerank-Patent an die Universität Stanford zurückfällt. Es wäre wohl unglaubwürdig (v.a. vor SEO-Laien) sichtbar und nutzbar ein Pagerank-Mythos aufrecht zu erhalten, wenn dieser Wert nur noch einer von vielen ist.
Ob es einen Ersatz geben wird und ob er wirklich “tot” ist, darüber schreibt bislang noch niemand (wer sollte das auch wissen). Also heißt es einmal mehr: Abwarten.
1 commentEine SEO-Branche ohne PageRank
Die Anzeichen verdichten sich, dass die Anzeige des Google PageRanks still und heimlich heruntergefahren wird. Seit Tagen ist ein PageRank-Update der Toolbar “überfällig”, seit heute ist die PageRank-Anzeige in den Webmaster-Tools entfernt worden, die zuvor ohnehin nicht mehr aktualisiert wurde. Natürlich möchte sich niemand so weit aus dem Fenster lehnen und laut schreien: Der PageRank ist weg. Das wäre für die SEO-Branche eine herber Schlag. Ein wenig nachdenken darf man aber sicherlich über eine SEO-Branche ohne PageRank.
Warum ist der PageRank so beliebt bei den SEOs?
Der PageRank ist seit dem Aufstreben von Google und der Etablierung der SEO-Branche das Offpage-Gütekriterium schlecht hin. Der kleine grüne Balken ist dankbar, da er einigermaßen komplexe Verhältnisse (sozusagen die Reputation einer Website) in einem einfachen quantitativen Wert ausdrückt. Er setzt Webseiten in eine Rangfolge und macht damit Webseiten, Kataloge, Linktauschpartner und alles andere im Web vergleichbar.
Das schöne bei dem PageRank ist, dass er “offiziell” ist. Kein SEO-Tool bei dem man nicht weiß wie es funktioniert, auf jeden Fall nicht deckungsgleich mit dem offiziellen Google-PageRank arbeitet und sicherlich nicht eine annähernd gleichgroße Datenmenge zur Verfügung hat. Da nahm jeder in Kauf, dass der “offizielle” PageRank dann auch mal ein paar Monate veraltet war.
Eine SEO-Branche ohne PageRank
“Nun ist er weg - und wir sind wieder allein, allein”. Was passiert mit den etablierten Einschätzungen vieler Suchmaschinen-Optimierer nun, wenn Google den PageRank tatsächlich einstellt. Vielmehr wird die Anzeige eingestellt, der PageRank als solcher wird immer ein Teil des großen Algorithmus bleiben. Was tut die Branche aber dann, in welchen Bereichen wird man den PageRank-Verlust spüren?
Webkataloge: Laut einem kleinen Meinungsbild im Abakus-Forum schätzt die Hälfte die Qualität eines Webkatalogs (Eintragen oder nicht) anhand des PRs ein. Die Besucherzahl ist weit weniger wichtig, aber dennoch verfügbar. Wieso sollten bei Webkatalogen nicht auch wie bei anderen Websites der Traffic zählen?
Linktausch: “Geb du mir einen Vierer, ich geb dir zwei Zweier”. Die Währung beim Linktausch ist der PageRank - themenrelevanz und andere Links auf der Website sind lediglich Beiwerk. Notwendig, aber eben nicht hinreichend.
Linkkauf: Gleiches Problem, je höher der PageRank, desto teurer ein Link. Ersatz? Keiner in Sicht.
SEO-Tools: Solche Tools, die den PageRank einer Seite mit einbeziehen sind natürlich sofort unbrauchbar - eigentlich sobald die Pressemitteilung erfolgt, dass der Pagerank der Toolbar (auf den die Tools zurückgreifen) nicht mehr aktualisiert wird. Auf der anderen Seite werden “Pagerank-Berechnungen” dann florieren. Hier werden aber nur ausreichend große Tools überhaupt eine Chance haben. Da hat Marc einen netten Artikel über die Anforderungen und Hürden von SEO-Tools geschrieben.
Keyword-Recherche: Bei der Keyword-Recherche und der KW-Potenzialanalyse ist natürlich die Stärke der virtuellen Mitbewerber ein wichtiges Kriterium, wie “leicht” man die eigene Website und die eigenen Keywords optimieren kann. Kein PageRank mehr, kein Vergleichsmoment mehr. Das wird also komplizierter werden.
Wahrscheinlich sind das die ersten Dinge, bei denen ein PageRank schmerzlich vermisst werden wird. Die Liste wäre aber sicherlich noch ergänzbar.
Was wird also den PageRank ersetzen?
Der PageRank ist tot - es lebe der PageRank?
Szenario 1: Es gibt keinen PageRank-Ersatz.
Wenn es keinen PageRank mehr gibt, passiert das, was in der Medienlandschaft oft passiert: Es kommt zu Substitutionen. Das heißt der PR wird durch andere “Dinge” ersetzt. Auf jeden Fall muss es ein “offizielles” und objektives, quantitatives Maß sein. Verschiedene Tools und Anbieter werden sich aufstellen, wenige große werden sich etablieren. Hier kommt es letztlich auf Transparenz, Qualität und Zuverlässigkeit an (übrigens wissenschaftliche Güte-Kriterien). Außerdem werden wieder quantitative Werte wie der Traffic einer Seite wichtiger. Vielleicht ist es das, was Google will - der Focus hin zu den Besuchern.
Szenario 2: Es gibt einen neuen Google-Rank.
Ursprünglich wurde die PageRank-Anzeige angeboten, um die Qualität einer Website für Besucher schnell ersichtlich zu machen. Das ist an sich eine gute Idee. Nun ist der PageRank nicht mehr so bestimmend für das Ranking. Konsequent also, die Anzeige endlich zu kippen - und sie zu ersetzten. Der neue Google-Rank wird ein Index sein, der die verschiedenen Netzwerk-Rankings einbezieht. Noch weniger durchsichtig, noch weniger berechenbar (für Nicht-Googler), aber eben immer noch ein quantitativer Index. Das wäre die Rettung für viele SEOs.
Fazit: Die SEO-Branche ist PageRankabhängig - fest steht dabei nur eins: wenn Google die PageRank-Anzeige abschaltet, wird sich einiges bewegen. Spannende Zeiten.
1 comment4 gute Gründe dafür, dass es keinen PageRank mehr gibt
Der kleine grüne Balken, der den Google PageRank visualisiert, ist für viele SEOs fast schon wie der heilige Gral. Ob eine Website gut oder schlecht, high potential oder low potential ist und vor allem ob sie als Linkpartner gut geeignet ist, machen (zu) viele - sein wir ehrlich - schnell und einfach am grünen Balken fest. Heute daher einmal X gute Gründe dafür, dass Google in Zukunft keinen PageRank mehr öffentlich anzeigen wird.
(1) Der PageRank, wie er damals vorgestellt wurde ist mittlerweile überholt. Nicht nur die PageRank-Berechnung ist mittlerweile verfeinert (Stichworte: themenrelevanz und co.), sondern es kommen auch zahlreiche andere Metriken hinzu, um die Link-Empfehlungen von anderen Seiten auf eine Zielseite zu bewerten (Hilltop, TrustRank, Authorities, etc.). Wieso sollte Google also noch den PageRank anzeigen, der nur noch ein kleiner Baustein im Getriebe ist?
(2) Mittlerweile hat sich glücklicherweise herumgesprochen, dass die PageRank-Anzeige der Toolbar zeitverzögert ist. D.h. der angezeigte PageRank einer Seite entspricht nicht (mehr) zwingend dem aktuellen. Die Aktualisierung fand immer alle 2-3 Monate im Schnitt statt. Derzeit wartet man aber “überdurchschnittlich” lange, wie man hier sieht sogar doppelt so lange.
(3) In den Google Webmaster-Tools werden die Seiten mit dem höchsten PageRank im Monat angezeigt. Derzeit befindet sich dort bei allen unserer Seiten für den letzten Monat “Keine Daten verfügbar.” (das ist außergewöhnlich lange). Dennoch gibt es Erweiterungen bei den Webmaster-Tools, die die Fähigkeiten des Algorithmus in Bezug auf Parameter erkennen lassen. [UPDATE: Mittlerweile ist die Pagerank-Anzeige in den Webmaster-Tools komplett entfernt].
(4) Google arbeitet derzeit heftigst an “Caffein”. Einem Update der Suchmaschine und des Algorithmus, die Suchen und Finden schneller macht und eine kleine oder größe Menge an Rankingveränderungen mit sich bringen wird. Die Einführung des neuen Updates soll für “normale” Suchende nicht spürbar sein und step-by-step erfolgen (laut Matt Cutts). Interessant ist, dass gestern Nacht der Beta-Index scheinbar stark erweitert und aktualisiert wurde, so dass viele neue Seiten in der Beta-Version gefunden werden, im Live-Index allerdings (noch) nicht.
Für das Google-Update muss eine Menge Infrastruktur umgestellt werden. Die PageRank-Anzeige bleibt dabei offentsichtlich auf der Strecke. Das legt die Vermutung nahe, dass nach dem Update anders mit dem öffentlichen PageRank umgegangen wird.
Fazit: Der Google PageRank ist veraltet, ist nicht mehr das einzige wichtige Offpage-Kriterium und Google bringt mit dem Caffein-Update eine neue Algorithmus-Generation auf den Markt. Sicherlich wird der PageRank nicht sofort verschwinden (man stelle sich die ganzen SEO-Agenturen vor und deren Aufschrei), aber Google wird die Bedeutung des PageRanks nach außen hin abschwächen und dann irgendwann ganz einstellen. Denn wenn der angezeigte PageRank kein Qualitätskriterium mehr für die Stärke einer Seite ist, wird er wertlos sein und man darf gespannt sein, welche Kriterien dann den Offpage-Markt bestimmen und welche spannenden Marketing-Methoden sich dann in der Breite etablieren können.
7 commentsDie Schwurbel-Grenze
Nette Kollegen - das ist wichtig. Was man da nicht so alles lernen kann. Vor allem in der Mittagspause in der schönen Mensa der Trierer Universität. Die hat, wie Kollege P.S. berichtete, auch einen Werbefilm drehen lassen. Und der wird nun fleißig auf dem OffenenKanal gesendet. Auf der Website von Tim Heinrichs-Noll, der die knapp neun Filmminuten mit packenden Bildern zu überbrücken versucht, ist das Werk zu sehen. Besonders spannend im letzten Viertel sind die Stimmen der Studierenden: Dennis Kauhausen (man beachte den passenden Namen) und andere berichten über die kalten Pommes, das Naja-Stammessen und das Lecka-Schmecka-Pfefferstreak. Am Ende glänzt dann auch noch die vollautomatische Waschanlage für Geschirr, Besteck und alles andere, was die ebenfalls vollautomatische Personal-Kraft vor der Waschanlage auf den Tabletts nicht rechtzeitig zurechtschieben kann. Ich gehe gerne in die Mensa. Warum? Weils so lecker ist.
Und weil man viel lernt. Über Anne Will, über andere Kollegen, über das Mediensystem in Übersee, über Klatsch, Tratsch, den Chef, Herrn Litfass und die Schwurbel-Grenze! Bei den meisten Dingen kann man ja zumindest verstehen, um was es geht - oder zumindest so tun als ob. Aber die Schwurbel-Grenze - da hörts auf. Leider konnte (angeblich wollte) keiner der werten mitmensenden Kollegen mich aus dem Nebel hinweg über die Schwurbel-Grenze geleiten und mir erklären, was dies denn zu bedeuten habe. Zurück im Büro - zurück am Internet. Zurück zu Wikipedia - schwurbeln ist Fehlanzeige. Da schwurbelt nichts, schwabbelt höchstens. Google hilft und findet ein gutes / altes Forum. Dort wird erklärt, dass Schwurbeln von dem mittelhochdeutschen “swerben” kommt und soviel heißt wie: sich im Kreis drehen. Ob das stimmt? Keine Ahnung, klingt aber gut.
Die Schwurbel-Grenze ist also eine Sich-Im-Kreis-Dreh-Grenze. Eine Grenze, über die man nicht hinweg darf oder kann. Eine Grenze, die man unabsichtlich bei zu viel Gedrehe überschreiten wird? Ich bin jenseits der Schwurbel-Grenze, mit meiner Ansicht von Wissenschaft, das hat mir Herr Kollege P.S. attestiert. Ob das gut ist? Keine Ahnung, klingt aber gut. Daher:
P.S.: Selber Schwurbel.
P.N.: Du natürlich auch.
Die Rückkehr der MetaTags!
In einer Zeit, als Google noch ein unbekannter Name war, basierten Rankingalgorithmen von Suchmaschinen auch noch auf den Angaben der Meta-Daten eines Dokuments, die der Autor selbst bestimmten durfte. Googles Pagerank und der eifrige Mißbrauch der MetaTags führte dazu, dass ab 2001 die Metaangaben im undurchsichtigen Sumpf der Bedeutungslosigkeit vereinsamen sollten. Doch sie wollten sich nicht unterkriegen lassen und kehren zurück! Yahoo! setzt im ewigen Kampf gegen Google auf ein neues Mitbestimmungsrecht. Der Webautor darf bald das Aussehen seiner Treffer in der Yahoo!-Ergebnisliste mitbestimmen. Freilich nicht das Ranking, aber doch das, was der Suchende sieht. Geniale Idee könnte man meinen - Mehrwert für die Nutzer. Hier meine drei Gründe, weshalb die Metadaten zumindest vorerst im Sumpf bleiben werden:
(1) Die Nutzer mögen eine einheitliche Darstellung aller Treffer. Die “manchmal-mit-und-manchmal-ohne-Bild-und-oder-Links”-Anzeige bringt zu viel Unruhe in die Trefferliste und führt zur Unübersichtlichkeit.
(2) Bereits jetzt ist es für 99% aller Seiten kaum möglich, ordentliche Metaangaben zu erstellen, die meisten Seiten im Web enthalten automatisch generierte Daten. Ähnlich wird es mit den Yahoo!-Angaben sein. Dann generiert Yahoo! diese zwar nicht automatisch aus dem Content, aber die Webautoren.
(3) Google wird ein automatisches Verfahren entwickeln, um ähnliche Trefferlisten zu generieren ohne dass ein Webautor ein Finger krumm machen muss.
No commentsNeu und keiner merkt’s
Domain auf neuem Server - flottes Ding. Mein Blog hat einen Google Pagerank von 4 - mal schauen, ob der IP-Wechsel etwas daran ändert.
2 commentsInformationssuche im WWW
Nicht nur
Wissenschafter, die sich für die Informationssuche im Web interessieren, suchen immer häufiger über Google ihre Literatur - das ist nichts Neues. Das bedeutet, dass Bücher, die in Google “oben” zu finden sind, auch häufiger gelesen werden?
Mein Buch “Informationssuche im World Wide Web” beschäftigt sich auf jeden Fall mit der Informationssuche im Web. Schlimm genug, dass es bei dem Suchbegriff “Informationssuche” in Google nicht unter den ersten 50 Treffern auftaucht. Das soll sich hiermit ändern. Zu einer guten suchmaschinenoptimierten Seite gehört natürlich, dass das Keyword (hier: Informationssuche) häufig auftaucht. Das wollen wir einmal probieren, ohne dass es Sie als Leser stört (manche behaupten, dass funktioniert nicht). Read more
5 commentsOpenSocial API von Google
Das wurde ja auch Zeit. Man wunderte sich schon, wann Google endlich den Fuß ins Social-Networking setzt. Morgen soll laut TechCrunch die Programmierschnittstelle OpenSocial online gehen. Im Netz gibt es darüber bereits eine Menge zu lesen. Details soll es dann unter code.google.com/apis/opensocial geben. Man darf gespannt sein.
Mal schauen ob Google es schafft, die zahlreichen Plattformen zu vereinheitlichen. Ab ins Semantic, nein, Social -Net-Web, in dem jeder einen Krümel abbekommt.
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