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Suchmaschinenoptimierung für Suchmaschinenoptimierung
Gestern kam die Frage eines Kunden, wieso unsere Agenturseite eigentlich nicht bei “Suchmaschinenoptimierung” auf Platz 1 stünde. Im Prinzip eine berechtigte Frage, die man üblicherweise mit “das ist komplex und aufwändig”, “wir arbeiten für Kunden” oder ähnlichen Antworten befriedigt (oder auch nicht). Das war uns aber Grund genug, einmal unsere Tools für eine etwas andere SEO-Analyse zu nutzen:
Wir haben (ohne große Aufwände) 34 typische Suchanfragen recherchiert, die ein Kunde ohne Ortsbezug auf der Suche nach einem SEO-Dienstleister stellen würde. Dabei sind etwa: suchmaschinenoptimierung, seriöse suchmaschinenoptimierung, seo agentur, seo berater, suchmaschinenoptimierer, usw.
Betrachtet man die TOP100 für alle Anfragen, dann tauchen bestimmte Webseiten in schöner Regelmäßigkeit wieder auf. Anbei eine Liste der Top 50 Seiten / Agenturen / Dienstleister / Whatever, die bewusst und unbewusst Suchmaschinenoptimierung für Suchmaschinenoptimierung betreiben (aus Platzgründen hier ganzseitig).
Die TOP10:
- www.abakus-internet-marketing.de
- de.wikipedia.org/wiki/Suchmaschinenoptimierung
- suchmaschinenoptimierung.michaelsattler.de
- www.seo-united.de
- www.trendmile.com
- www.seo-effektiv.de
- www.firmen-banner.de
- www.webpromotionportal.com
- www.sumax.de
- www.suchmaschinen-optimierung-seo.info
Grundlage der Rangfolge ist die “Sichtbarkeit”, die sich aus den Positionen und der Häufigkeit der Rankings ergibt. Nicht berücksichtigt wurden (etwa wie beim SISTRIX-Sichtbarkeitsindex) die Anfragehäufigkeiten oder die Mitbewerberstärke.
Glückwunsch an die “Gewinner”. :)
1 commentMayday Mayday
Lange wurde spekuliert, dann wurde die Algorithmus-Änderung bestätigt und nun gibt es auch ein offizielles Matt-Cutts-Video:
Kurz zusammengefasst:
- Einführung war um den 1. Mai (daher auch MAYday)
- Es handelt sich um eine permanente Algorithmusanpassung
- Die Anpassung betrifft den LongTail mehr als den ShortTail
- Die Qualität der SERPs soll damit verbessert werden
- Es gab keine menschlichen Bewertungen (von Seiten)
- Es hat nichts mit dem ausstehenden Caffein-Update zu tun
Damit ist zwar klar, dass es ein Update hauptsächlich im LongTail gegeben hat, aber eigentlich auch nicht wesentlich mehr. SEOs werden jetzt wieder ans Werk gehen und Analysen anstellen. Meine Vermutung:
LongTail-Queries sind Anfragen, die aus mehreren einzelnen Begriffen bestehen. Im Gegensatz zu dem ShortTail wird auf LongTail-Anfragen nicht einzeln optimiert (weil es zu viele sind), sondern es findet eine grundsätzliche, strukurelle Onpage-Optimierung statt. Landingpages für LongTail-Anfragen sind also bestimmte Unterseiten bzw. Detailseiten, die i.d.R. wenig eingehende Links von außen haben. Wenn Matt sagt “create more quality content” deutet das darauf hin, dass bei der Bewertung der einzelnen Zielseiten für eine LongTail-Anfrage nun nach dem Mayday-Update die gesamte Site herangezogen wird. Ganz kurz also:
wenn (authorität_von_gesamter_website HOCH) dann (mayday-ranking PLUS)
Attestiert Google also beispielsweise einem Shop eine thematischen Schwerpunkt (Authorität) als Fussball-Online-Shop und es gibt eine LongTail-Anfrage nach “grüner Fussball mit gelben Ecken”, dann erhält die Landingpage nun mehr Bewertungspluspunkte bei der Rankingevaluation, weil die Qualitätsevaluation der gesamten Site in diese Anfrage “passt”.
Neu und spannend ist die Aussage, dass Matt den Hinweis gibt (wie Andrea auch schon festhält): “Am I shown up for the most relevant searches?” Daraus die These:
Wenn eine Site im ShortTail für semantisch und thematisch verwandte Keywords gut ranked, so ranked sie auch in entsprechenden LongTail-Anfragen mit Mayday besser. Das Mayday-Update setzt also eine Suchanfrage mit anderen ähnlichen Suchanfragen rekursiv in Relation. Daher wirkt sich das Mayday-Updat auf den ShortTail auch weniger aus, weil es hier weniger Keyword-Relationen zum Vergleich gibt.
No commentsWebsite-Boosting Magazin
Nachdem ich bei eisy und bei SEO2Feel eine Meinung / Rezension zur neuen Zeitschrift Website Boosting gelesen habe und das Wochenende naht, will ich auch mal ran.
Vielleicht vorab ganz kurz zum Hintergrund: Mario Fischer hat ein wirklich solides Buch “Website Boosting” (1 und 2.0) geschrieben, in dem er die Themen SEO, Usability und Online-Marketing verbindet und über die Zielgruppen deutlich macht. Die Zeitschrift ist eine konsequente Fortführung, auch durch die Aktivitäten in der “SEO-Szene”. Durch mein Buch (Suchmaschinen-Optimierung) und das Feedback (was sich gleichermaßen neid- und respektvoll anzusehen in nicht ganz so vielen Amazon-Rezensionen niederschlägt *g*) weiß ich, wie schwer es ist, den verschiedenen Zielgruppen gerecht zu werden - das gilt für ein Buch ebenso wie für ein Magazin.
Die Zielgruppen-Frage ist sodann auch eigentlich der einzig wirkliche Kritikpunkt bei der ersten Nummer. Oder vielmehr die Umsetzung. Man kann schon deutlich erkennen, dass versucht wurde, sowohl thematisch als auch inhaltlich möglichst eine breite Spanne von Anfänger bis Experte zu bedienen. Da läuft man natürlich schnell Gefahr, dass einerseits es zu wenig in die Tiefe (oder eben Breite) geht und andererseits bekannte Themen von Konferenzen, aus Twitter, Blogs usw. wiederholt werden und es gefühlt nur wenig Neues gibt - weil auch die Experteneinschätzung zu sehr für Anfänger geschrieben wird. Daher im Folgenden Anregungen als Wünsche formuliert, wie man aus der wirklich gelungenen Nummer 1 noch mehr rausholen könnte:
- Cluster und Infokästen: Infokästen zur Erläuterung von Inhalten werden kaum eingesetzt. Statt im Text zu erklären, was “Universal Search” ist, könnte man einen Infokasten setzen und es dort erklären. Ein kleines (i)-Zeichen im Text weist dann auf den Zusammenhang hin. So langweilt sich nicht der Experte, und der Neuling ist mit im Boot.
- Artikel diversifizieren und klassifizieren: Vielleicht sollte man mit der Zielgruppenproblematik offensiv umgehen. Wieso nicht neben Artikeln für “alle” auch gekennzeichnete Artikel für Experten und für Anfänger? Dann hat jede Zielgruppe mehr davon. Und bei den Expertenartikeln kann man ja immer noch Verweise auf Blogs und andere Medien setzen, so dass man sich “grundlagenschlau” machen kann. Das schadet schließlich als Experte ab und an auch nicht.
- Die grafische Gestaltung finde ich im Großen und Ganzen gelungen. Die Farbleitnavigation in Google-Farben bräuchte ich nicht. Lieber wären mir seriöse pastellige Farben, und auch weniger (auch wenn 8 in der 7 Plus Minus 2-Grenze liegen). Gerade das Grün (z.B. S. 50) wirkt sehr 70ger. Aber das ist wohl Geschmackssache.
- Weniger Geschmackssache sind allerdings seltsame Spaltenflüsse, wie z.B. auf Seite 14. Da ist sogar ein Trennstrich (”im letzten Jahr zu-”) und man weiß als Leser nicht, ob es rechts oder unten weiter geht (unten!). Ähnlich ist es mir auf Seite 12 oben bei “Zahlen, Charts und Studien” gegangen. Da geht es nämlich rechts weiter. Falsch gelernt auf Seite 12, sodann gestolpert auf Seite 14. Print-Usability :)
- Interessant und “scannfreundlich” sind die gefetteten Keywords auf Seite 52ff auf jeden Fall. Man weiß aber nicht, ob es da segmentierende Überschriften sind oder “nur” Spotlights. Dafür ist die Verwendung im gesamten Heft zu gering und zu heterogen.
- Wichtig sind auf jeden Fall die Autoren-Infos, v.a. für die Menschen, die nicht so aktiv in der SEO-Szene unterwegs sind. Twitter-Account, Blog-URL usw. vielleicht schon in die Autorenkästen bei den Artikeln? Hinten aber auf jeden Fall sehr gut. Ein bisschen wie in einem wissenschaftlichen Sammelband.
- In dem Zusammenhang fällt mir auf, dass Mario Fischer zwar sehr viele Artikel geschrieben hat, aber nicht im “Unsere Autoren”-Verzeichnis (96f) steht.Klar, “man” kennt ihn ja, ist ja auch Herausgeber. Aber die Neulinge würde es vielleicht dennoch interessieren.
- Man sollte nicht erwarten, dass in einem Magazin Top-Secret-Hinweise für besseres SEO und Co. zu finden sind. Muss auch gar nicht und das wäre auch paradox. Ich würde “Case Studies” interssant finden: Berichte von Agentur X oder Firma Y oder “so haben wir es bei dem Kunden Z gemacht”. Auch als SEOaffinerer Mensch findet man das interessant, weil man für die eigenen Arbeitsabläufe nochmals Ideen und Anregungen erhält.
Fazit: Klasse Produkt Herr Fischer! :)
No commentsSEO-Wissen mit Excel: Welche CTR ist zu erwarten?
Das schöne als SEO in einer Agentur ist, dass man für verschiedene Kunden arbeitet und dadurch automatisch für verschiedene Webseiten und Branchen SEO-Wissen aufbaut. Oft geht das “nebenher”, ab und an sollte man aber auch strukturiert analytisch vorgehen. Daher…
… heute in der Maus: Wie kann man mit den neuen Ranking-Daten aus den Google Webmaster Tools eine grobe Einschätzung auf die Frage erhalten: Welche CTR kann man ungefähr bei welcher Position erwarten?
No commentsZertifikatswahnsinn? Das neue Google-Zertifizierungsprogramms für AdWords
Zugegeben, ich stand schon immer den Zertifizierungen im Bereich SEO, SEM etwas skeptisch gegenüber. Das betrifft nicht nur das Google Zertifizierungsprogramm, sondern auch der Zertifizierung durch den BVDW. Insgesamt konnte und kann man in der Branche eine gewisse Zurückhaltung bei der Frage nach den Zertifizierungen feststellen.
Grundsätzlich ist der Gedanke einer Zertifizierung sicherlich sinnvoll: Ein Nicht-Branchenkenner, der jedoch Dienste dieser Branche in Anspruch nehmen mag, möchte ein unabhängiges Urteil, dass ein Unternehmen XY das passende ist. Doch genau da springt der Hase in die Schrotflinte: SEO ist nicht gleich SEO und fernab von Onpage-Optimierungen hängt die richtige Marketing-Strategie vom Unternehmen, dem Budget, den Mitarbeitern UND der SEO-Agentur ab (wir lassen einmal außer Acht, dass es dann oft “nur” mit SEO auch nicht getan ist).
Kurzum: Eine Zertifizierung müsste skalierbar sein - ein kleines Unternehmen hat andere Ansprüche als ein Großkonzern. Und für beide Pole (und Zwischenstufen) gibt es passende SEOs, sowohl für den Geldbeutel, als auch für die SEO-Maßnahmen und das dafür notwendige Knowhow.
Ähnlich verhält es sich mit der “Qualifizierte Person im Rahmen des Google Advertising Professionals-Programms”. Das wurde nun überarbeitet. Bislang wurde nur zwischen einzelnen Personen und Unternehmen unterschieden. Jeder, der eine Prüfung bislang abgelegt hat, wird zustimmen, dass die Fragen durchaus beantwortbar sind - auch ohne größeren Lernaufwand. Die Praxiserfahrung und ein zweiter Rechner neben dem Prüfungsrechner machen es möglich - und natürlich die 50$ Prüfungsgebühr (alle 2 Jahre).
Nun hat Google ein neues Programm und setzt auf Spezialisierung. Der Grundgedanke ist nett - aber das Zertifikat läuft nur noch ein Jahr, es gibt eine Grundprüfung und 3 weitere Prüfungen für “Fortgeschrittene”. Alles kostet 50$ (abgesehen von den Gutscheinen für den Übergang, wie man in der Mail als derzeitiger Professional erfährt). Die notwendige Mehr-Zeit für die mindestens zwei Prüfungen (1-2 Stunden kann man doch rechnen) und den Mehraufwand von 2x 50$ jedes Jahr kann man sicherlich verkraften. Aber dass die Budgetgrenze aufgehoben wurde für Personen und für Unternehmen auf 10.000$ gesenkt wurde - das erstaunt doch etwas und senkt die Zertifikatsqualität noch mehr.
Woher soll ein Nicht-Branchen-Kenner denn nun wissen, ob ein “Logoträger” fleißig gelernt hat und vielleicht soviel praktische Erfahrung hat, wie ein 75 EUR AdWords-Gutschein hergibt. Oder ob der/diejenige mehrere Unternehmen erfolgreich (im Sinne von: Aus dem vorhandenen Budget das Optimale herausholen) betreut und die Unternehmen zufrieden sind? Das geht schief. Kein “Kunde” ohne Branchenkenntnis weiß, welche Kriterien erfüllt werden müssen und kein “Kunde” will sich damit beschäftigen. Wozu auch? Das kostet Zeit und “Kunde” will Ergebnisse.
Google tut sich also mit der Aufgebung der Grenze nicht unbedingt einen Gefallen. Das Zertifikat wird komplexer und undurchsichtiger auf den ersten Blick. Da hilft auch kein Suchportal in das kein “Kunde” reinschaut. Die reißerischen Sätze “wir sind zertifizierter Partner in allen 4 Kategorien, alle Personen, ganzes Unternehmen, hier unser Google-Partner-Logo” - das ist das, was ankommt. Und die Kunden, bei denen das nicht wirkt, die wissen es besser und brauchen überhaupt keine Zertifizierung, weil Sie die Branche kennen.
Fazit: Schade, dass es kein sinnvolles, transparentes und skalierbares SEO/SEM-Zertifikat gibt in Deutschland. Das ist aber ohne Frage keine einfache Geschichte. Google geht in Teilen den richtigen Weg, überfordert aber meiner Meinung nach die Kunden vor allem im KMU-Bereich (oder solche, die es werden wollen).Was bleibt? Ordentliche Arbeit, einen guten Ruf aufbauen und die eigenen Referenzen transparent, verständlich und ehrlich darlegen. Dann klappts auch mit dem Nachbarn.
PS: Ja, ich bin ebenfalls “qualifiziert” und werde die zusätzlichen Prüfungen an einem ruhigen Abend machen. Nicht, weil ich das brauche, aber weil der potenzielle Neukunde das vielleicht gerne sieht.
3 comments10 Linkbuilding Tipps von Matt Cutts / Google
Am 04. März 2010 hat Matt Cutts die Frage per Video beantwortet, welche effektiven Wege es gibt, organische Links zu generieren - abgesehen von gutem Content. Für einen Vortrag hatte ich die Punkte extrahiert und zusammengefasst:
- Kontroversen helfen. Allerdings sollte man es nicht zur Regel werden lassen, da ansonsten die Aufmerksamkeit wieder sinkt (und man sich zu sehr unbeliebt macht).
- An Communities aktiv partizipieren. Also keinen Blog-Spam verbreiten, sondern aktiv und produktiv in der Community wirken. Beispiel: Fragen zu einem bestimmten Wissens/Expertengebiet beantworten, um anderen Community-Mitgliedern weiter zu helfen.
- Newsletter als Online-Marketing-Tool einsetzen, um potenziellen Lesern von Blogs/Webseiten einen Themenüberblick zu geben, was im Onlineangebot zu finden ist.
- Social-Media: Facebook, Twitter und Co.
- Vorträge auf Konferenzen halten: Zuhörer bloggen und twittern über den Vortrag und verlinken die später veröffentlichten Folien.
- Listen veröffentlichen: “50 Linkbuilding-Tipps” oder “100 schicke Webdesigns” oder ähnliches. Menschen finden das nützlich, weil sie kurz und knapp eine thematisch spezifizierte Auswahl präsentiert bekommen.
- Blog führen und sich als Experte für ein bestimmtes Thema etablieren.
- Einen Dienst oder ein Produkt veröffentlichen, das andere nützlich finden. Also Extensions für Browser, Apps oder SEO-Tools für spezielle Aufgaben (z.B. für Longtail-Keyword-Recherche).
- Videos veröffentlichen: Spannend, informativ, nett zum zuhören mit interessanten Inhalten.
- Die Seiten- und URL-Struktur sollte verlinkbar sein. D.h. jeder relevante Content sollte mittels externen Links erreichbar sein.
Fasst man das zusammen:
Gutes Linkbuilding nutzt für eine Zielgruppe relevante und inhaltlich zielgruppennahe Themen, die aktuell und möglichst neuartig sind, für den Markt vor Ort hilfreich sind, eine gewisse Dynamik besitzten, Valenz haben, die Möglichkeiten der Identifikation bieten und optimalerweise noch kurios oder unterhaltsam sind.
Noch kürzer:
Klassische Nachrichtenwertfaktoren.
No comments6 Seitentypen für die Keyword-Recherche
Bei der Keyword-Recherche im Online-Marketing geht es darum, möglichst viele Suchanfragen der relevanten Zielgruppe herauszufinden, um das Marketing darauf auszurichten. Google stellt dazu das derzeit wohl beliebteste Tool zur Verfügung, das Google Keyword Tool. Dort kann man eigene Keywords eingeben und das Tool zeigt verwandte und ähnliche an. Das funktioniert allerdings oftmals nicht so 100%ig - das Tool gibt offensichtliche Verwandtschaften nicht aus. Das richtige Potenzial kann man nutzen, indem man eine URL angibt, so dass das Tool selbstständig Keywords von einer Seite sammelt. Dabei muss die Seite nicht die eigene sein.
Folgende Seitentypen eignen sich meist hervorragend als Quelle für das Google Keyword Tool:
- Die eigene Seite / Eigene Landingpages
- Seiten und Landingpages von Mitbewerbern
- Die DMOZ-Seite für die entsprechende Kategorie
- Google News (Keyword eingeben und URL kopieren)
- Entsprechende Seiten von Printmagazinen und -Zeitschriften aus der Branche
- Suchergebnisseiten von Ask.com, Wortschatz Leipzig und Co.
SEO-Test: Optimale Keyword-Position im Title
Heute im Angebot: Die Ergebnisse unseres kleinen SEO-Tests zu der Frage: “Wo positioniert man derzeit eigentlich das Keyword im Titel am besten?”.
Vorab zum Prinzip dieses SEO-Tests:
Googles Ranking wird von angeblich über 100 Faktoren beeinflusst. Grob kann man zwischen den Faktoren unterscheiden, die manifest im Dokument liegen (sog. Onpage-Faktoren) und solche, die - sagen wir mal verallgemeinernd - nicht im Dokument liegen (Offpage, Nutzerverhalten, usw.). Johannes Beus hat sich 2007 vor allem zu Onpage-Faktoren schriftlich Gedanken gemacht. Stefan Fischerländer hat das Anfang 2009 aufgegriffen.
Der vorliegende Test untersucht ausschließlich die Position eines Keywords im HTML-Titel. Um Störvariablen auszuschalten (z.B. unterschiedliche Keyworddichten, unterschiedliche Texte im Body usw.) haben wir bei den verschiedenen Varianten alle Elemente gleich gelassen und nur die eine Variable (nämlich die Reihenfolge des betreffenden Keywords im Titel) verändert. Damit kann man zwar dann zurückführen, welche Variante besser ist. Man kann aber nicht unbedingt behaupten, dass diese Variante immer besser ist, auch im Zusammenspiel mit anderen Ranking-Faktoren (das ist das alte Lied von der internen vs. der ökologischen Validität).
Versuchsaufbau:
Die untersuchten Dokumente haben alle den gleichen Text und eine h1-Überschrift mit dem Keyword. Das Keyword ist ein Hash-Wert, um keine Nebeneffekte mit “natürlichsprachigen Treffern” zu haben. Es wurden insgesamt über 100 verschiedene Varianten des Titles online gestellt, die in zwei Variablen varriert wurden:
(1) Länge der Begriffe im Titel
(2) Position des relevanten Keywords im Titel
Ergebnis:
Interessant ist das Ergebnis des kleinen SEO-Tests! Sucht man nach dem Hash “HG56T2X“, dann ist dieser Titel an TOP1:
ZTRE HDSUI UWHD HG56T2X AOIJD HAUW NDLK HDSG
D.h. es sind 8 Begriffe im Titel (Maximum waren 14, Minimum 1) und das Keyword steht an vierter Stelle. Das ist insofern interessant, als ein häufig genannter SEO-Tipp lautet: Das relevante Keyword möglichst weit nach vorne im Titel. Muss man das relativieren? Aufgrund des Tests und bei alleiniger Betrachtung des Titels auf jeden Fall!
Fazit: Der Seitentitel darf ruhig etwas länger sein und das relevante Keyword muss nicht ganz vorne stehen. Optimal im Test waren 8 Begriffe und das Keyword an vierter Stelle.
Vielleicht ist die vierte Stelle ein empirscher Mittelwert, weil viele Seiten im Seitentitel vorne den Seitennamen/Portalnamen/Shopnamen haben. Wir haben auf Grundlage der Ergebnisse auch natürlichsprachige Tests entworfen. Die sind noch nicht vollständig indexiert. Wir bleiben dran… (und auch an der historischen Betrachtung des Rankings, Stichwort Zeiteffekt).
More to come.
3 commentsKeyword-Dichte: Kein zeitlicher Einfluss nach 4 Wochen
Vor genau vier Wochen am 03.11.2009 haben ich die Testergebnisse unseres kleinen SEO-Tests veröffentlicht. Dabei haben wir mehrere Seiten mit gleichem Inhalt, aber unterschiedlicher Keyword-Dichte generiert und nach der Indexierung geschaut, welche Seite mit welcher Keyworddichte am besten ranked. Das haben wir für Seiten mit Hashs gemacht und für (eher) natürlichsprachige Seiten.
Jetzt nach vier Wochen wollten wir überprüfen, ob zeitliche Faktoren vielleicht eine Veränderung im Ranking und damit in der Gewichtung der “optimalen” Keyword-Dichte bewirken.
Zur Erinnerung - das beste Ergebnis (TOP1) kurz nach der Indexierung war:
- Hash Keyword-Test von Sistrix.de: 10%
- Hash Keyword-Test von mindshape.de:10%
- Hash Keyword-Test von frischer .de-Domain: 10%
- Natürlichsprachiger Test von frischer .de-Domain: 19,9%
(Bei den Hash-Tests war die höchstangelegte Keyword-Dichte eben die 10%, bei dem natürlichsprachigen Test 20%)
Vier Wochen später sieht das nun so aus:
- Hash Keyword-Test von Sistrix.de: 10%
- Hash Keyword-Test von mindshape.de:9,9% (-0,1%)
- Hash Keyword-Test von frischer .de-Domain: 10%
- Natürlichsprachiger Test von frischer .de-Domain: 19,3% (-0,6%)
Fazit zum besten Ranking:
Wirklich viel getan hat sich in den vier Wochen nicht. Die leichten Schwankungen konnten wir auch zwischen einzelnen Tagen beobachten. Interessant wird es allerdings, wenn man die Folgerankings betrachtet. Zumindest der zweite Treffer innerhalb einer Domain wird in den SERPs angezeigt (weil so wenige Suchergebnisse gefunden werden für die Suchbegriffe).
TOP10-Reihe für natürlichsprachigen Test:
Vorher:
19,9% - 19,8% - 19,7% - 19,6% - 19,7% - 19,5% - 19,3% - 19,2% - 19,1% - 19,0%
Jetzt (mit der Funktion “Weitere Ergebnisse anzeigen von …”)
19,3% - 8,9% - 19,4% - 16,6% - 14,3% - 12,5% - 11%
Nutzt man die “site:”-Funktion ergibt sich ein anderes Ranking, das imho nicht dem algorithmischen Ranking entspricht. Daher sei hier darauf verzichnet. Interessant ist aber der Einbruch von 8,9% Keyword-Dichte auf Platz 2. Hier kann man fast schon wieder von einem relativ leserlichen Text reden.
Bei dem Hash-Test hat sich in der Reihe allerdings weniger getan:
Vorher:
10% - 9,2% - 9,8% - 9,4% - 5,1% - 9,7% - 9,0% - 7,1% - 7,0% - 5,6%
Jetzt:
9,9% - 9,8% - 9,3% - 9,6% - 9,5% - 9,1% - 9,4%
Fazit nach vier Wochen:
Sowohl bei dem Hash-Test wie dem natürlichsprachigen Test zeigt sich, dass auch nach vier Wochen enorm hohe Keyword-Dichten an erster Stelle stehen. Die Rankingveränderung ist nur minimal und wohl nicht auf einen zeitlichen Faktor zurückzuführen. Zumindest wenn man die Keyword-Dichte isoliert betrachtet ohne Störvariablen, dann ergibt das immer noch einen unnatürlich zu lesenden Text. In wie weit der Faktor “Keyword-Dichte” erst mit anderen Faktoren zusammen eine inhaltlich vernünftige Form annimmt, bleibt allerdings offen. Wir werden den Test und das Ranking weiter beobachten und berichten.
Keyword-Dichte-Test: Viel hilft viel
Bei einer Umfrage von Rand Fishkin (SEOmoz), bei der „70 Top SEOs Worldwide“ ihre Meinung zum Ranking-Faktoren bei Google abgaben, bekam die Keywordverwendung Onpage („On-Page Keyword Use“) nur 15% anteilige Relevanz. Dennoch ist eine häufig gestellte Frage vor allem von Texten und Werbeagenturen wie hoch die optimale Keyword-Dichte in einem Text sein solle.
Mitte 2009 hat Johannes Beus (sistrix.de) die Ergebnisse seines Keyword-Dichte-Tests vorgestellt:
„Überraschenderweise sind es wirklich die Texte mit einer möglichst hohen Keyworddichte: auf der ersten Seite findet sich alles zwischen 7,0 und 9,8%.“
Wir haben Johannes‘ Test in wissenschaftlicher Manier einer „Verifikation“ unterzogen, da in den Kommentaren der berechtigte Hinweis gegeben wurde, dass eine Störvariable die bekannte Domain sistrix.de sein könnte. Außerdem haben wir den Test in verschiedenen Varianten erweitert.
Vorüberlegung:
Um herauszufinden, wie hoch die optimale Keyword-Dichte bei Google ist, erstellt man verschiedene Versionen eines Textes mit unterschiedlichen Keyword-Dichten. Diejenige Seite, die bei einer entsprechenden Googlesuche am besten geranked wird, enthält die optimale Keyword-Dichte. Dabei sollten alle anderen Faktoren (wie Verzeichnisstruktur, Titel, eingehende Links usw.) gleich bleiben, damit diese nicht als sogenannte Störvariablen wirken und man dann nicht mehr die Keyword-Dichte als eigentlich Ursache für das Ranking „isoliert“ betrachten kann.
Vorgehen zur Überprüfung:
Um eine Überprüfung (Verifikation) von Johannes’ Test zu erzielen, haben wir das erste Zeichen des Suchstrings „2f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf“ ersetzt durch „3f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf“. Dies sollte das Ranking des jeweiligen Keywords nicht beeinflussen. Im Footer haben wir allerdings die Credits und das Datum (wie beispielsweise hier zu sehen) entfernt. Dies erschien uns als unnötiger Störfaktor. Den Link zur Übersicht haben wir übernommen, um eine ordentliche Indexierung zu gewährleisten. Die Verzeichnisstruktur haben wir ebenfalls aus Gründen der Vergleichbarkeit übernommen, um durch unterschiedliche Ebenen nicht eine Störvariable einzubauen.
Das Verzeichnis /keyworddichte/ enthält eine Übersicht mit den Verweisen auf die einzelnen Dokumente mit einer Keyword-Dichte von 0,1% bis 10%. Johannes hat die Keywords in <b>-Tags gesetzt zur Hervorhebung. Wir sehen das als mögliche Störvariable an und haben daher unter /keywordDichte/ eine Variante angelegt ohne <b>-Fettung. Die Großschreibung von „D“ statt „d“ im Verzeichnisnamen sollte keinen Einfluss auf das Ranking haben.
Auswertung des Vergleichs:
Johannes hat in seiner Untersuchung die Abfrage „site:sistrix.de/tests/keyworddichte 2f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf“ genutzt. Der Site-Parameter führt jedoch dazu, dass unterschiedliche Ergebnisse angezeigt werden in den Rankings. Dies kann man sehen, wenn man diese unterschiedlichen Anfragen durchführt:
site:sistrix.de/tests/keyworddichte 2f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf
site:sistrix.de 2f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf
2f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf
An Position 1 steht bei der ersten Anfrage das Dokument mit der Keyworddichte von 9,2%. Bei der zweiten und dritten jeweils 10%.
Bei unseren Tests auf mindshape.de kommt bei allen drei Anfragen immer das Dokument mit 10% Keyword-Dichte an erster Stelle. Die letzte Anfrage (ohne Site-Parameter) scheint jedoch die repräsentativste für die allgemeinen Suchanfragen der suchenden Bevölkerung.
Da sowohl sistrix.de wie auch mindshape.de bereits etablierte und viel verlinkte Webseiten sind, haben wir den Test auf verschiedene neue Domains, die noch keine eingehenden Links besitzen, kopiert. Die Domains seien hier nicht genannt (damit sie weiterhin gutes Testgelände bleiben), aber das beste Ergebnis ist ebenfalls das Dokument mit der Keyword-Dichte von 10%.
Ergebnis:
Sowohl bei sistrix.de wie auch bei mindshape.de ranked zumindest derzeit das Dokument mit der Keyword-Dichte von 10% am besten. Auch auf „unbekannten“ Domains ist das Ranking ähnlich. Auch die TOP10-Plätze befinden sich alle im oberen Bereich über 5% bzw. 9%.
Sistrix.de:
10% - 9,8% - 9,4% - 9,9% - 9,2% - 9,5% - 9,0% - 8,9% - 8,4% - 7,7%
mindshape.de
10% - 9,2% - 9,8% - 9,4% - 5,1% - 9,7% - 9,0% - 7,1% - 7,0% - 5,6%
Frische .de-Domain ohne Links:
10% - 9,2% - 9,8% - 9,4% - 5,1% - 9,6% - 9,3% - 1,1% - 9,7% - 8,9%
Spannend ist sicherlich, wieso bei sistrix keine Werte um die 5% liegen. Bei der neuen Domain existiert sogar ein Wert von 1,1% in den TOP10. Das werden wir weiter verfolgen. Interessant ist allerdings, dass auf mindshape.de die ersten beiden Trefferseiten die Varianten ohne (!) Fettung sind. Erst die Ränge 3-5 sind dann „fett“.
Natürliche Texte statt Hash-Werte und Prozente über 10%
Das Untersuchungskeyword und die Dokumente im Ausgangs-Test sind keine natürlichsprachigen Texte. Man könnte vermuten, dass natürliche Texte mit Sätzen und einer ordentlichen Semantik anders geranked werden. Außerdem muss überprüft werden, ob die oben festgestellten 10% optimale Keyword-Dichte nicht noch nach oben erweitert werden müssten, da 10% das Maximum bislang war an Testvarianz.
Vorgehen 2:
Wir haben daher 1000 Wörter aus einem möglichst themenneutralen Text genommen (Kafka, „Die Verwandlung“) und systematisch wie bei den vorherigen Tests die Keyword-Dichte variiert. Dabei haben wir jeweils das n-te Wort ersetzt durch das Keyword „Mydiatonitis“. Wir haben allerdings diesmal eine Keyword-Dichte von bis zu 20% umgesetzt. Auch dieses Testset haben wir variiert in drei Varianten:
/kEyworddichte/ mit Fettung des Keywords
/keYworddichte/ ohne Fettung und
/keyWorddichte/ mit dem Titel „notitle“ statt dem jeweiligen Keyword wie bei allen anderen Tests.
Ergebnis:
Bei der Suche nach Mydiatonitis ist auf Rang 1 das Dokument mit der unglaublich unleserlichen Keyworddichte von 19,9% (auch bei Google Caffein Beta). Die Variante ist die „mit ohne“ Fettung. Erst an Platz 5 ist die Fettung mit 19,7% vertreten.
Die Reihe der TOP10 sieht wie folgt aus:
19,9% - 19,8% - 19,7% - 19,6% - 19,7% - 19,5% - 19,3% - 19,2% - 19,1% - 19,0%
Die optimale Keyworddichte beim annähernd natürlichsprachigen Text ist also immer über 19%.
Fazit:
Viel hilft scheinbar viel. Bei den Hash-Tests war die Keyworddichte „am Anschlag“ mit 10%. Höhere Testdichten gab es dort nicht. Die optimale Keyword-Dichte bei einem natürlichsprachigen Text liegt rein analytisch betrachtet bei 19,9%. Leserlich ist der Text allerdings nicht mehr (und „natürlich“ auch nicht). Die aktuelle Beta von Google liefert übrigens in den Top-Rankings die gleichen Ergebnisse bei den Tests.
[Update:] Review nach vier Wochen (12/09)
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