Netzwerkkommunikation

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Archive for the 'weblogs' Category

Umfrage zu Blogrolls

“Auf der Arbeit” bzw. “von der Arbeit” gibts eine Umfrage zur Blogroll-Nutzung in deutschen Blogs. Mitmachen lohnt :) Dankenswerterweise haben auch schon e i n i g e Blogger darauf hingewiesen. Weiter so, wir sind gespannt auf die Ergebnisse.

Ich selbst vernachlässige meine Blogroll übrigens sträflich und sie bildet auch nicht mein Blog-Leseverhalten ab. Aber das ändert sich auch regelmäßig.

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XFN, Blogrolls und das Und?

Kennt das eigentlich jemand? Nutzt das überhaupt jemand? XFN ist nichts zu essen, soviel ist schon einmal klar. Vielleicht würde das die Bedeutung der Blogrolls (siehe Umfrage von robertbasic) etwas beflügeln. Dann müsste man aber auch einmal klären, was die Verlinkung bei den Blogrolls überhaupt inhaltlich und funktional ist. Vielleicht da mal den Kollegen Benedikt fragen, ob er bei einem kleinen Projekt dabei wäre.

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Mash me - mash you

Ist das der nächste Schritt? Noch mehr Konvergenz? Social Web, Wiki und Suchmaschine?
Laut einem Heisebericht wird Yahoo die Wikitechnologie mit einer Social Platform kombinieren. Man darf gespannt sein.

Ein Blog zu Mash gibts übrigens auch. Dort ist zu lesen:

You can leave your profile open to contributions by trusted friends.

Interessant. Da scheint das Thema meiner Dissertation (Vertrauen in Netzwerken) noch eine weitere Dimension zu bekommen. Es wird spannend.

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Interesting paper about weblog, crisis and credibility

Kaye D. Sweetser and Emily Metzgar
Using a post-test only experimental design with control group, this study investigated the impact of blogs on relationship management during a crisis. Participants (N = 109) were exposed to a personal blog (n = 45), organizational blog (n = 46), or control (n = 18). Results indicate blogs impact the perception of the level of crisis an organization experiences. Additionally, relationships created through blogs impact the perception of crisis. Use and credibility were also investigated.

Available here: http://dx.doi.org/10.1016/j.pubrev.2007.05.016

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Blogcensus und die Daten

Die Blogosphäre zu vermessen, das ist nach eigenen Angaben das Ziel des Projekts unter www.blogcensus.de. Die Blogs sollen alle aktuelle, deutsche Weblogs sein. Dazu werden sie per Hand bzw. Auge begutachtet.  Die plakative Aussage:

blogcensus kennt zur Zeit 132.054 deutschsprachige Blogs.

ist dabei scheinbar nur ein Augenfänger.  In dem eigenen Blogposting vom 18.06. sagen die Betreiber, dass sie bislang über 10.000 Blogs angeschaut haben, “aber noch ziemlich weit davon entfernt sind, alle Blogs unter die Lupe genommen zu haben.” Also ist die obere Zahl eine Hochrechnung. Schade, dass das nicht dabei steht.

Sven wirft in den Kommentaren die Frage auf, woher die Daten kommen. Und bei der berechtigten Frage, wie denn die Stichprobe gezogen wird, ist nur zu lesen:

Warum sollen wir das veröffentlichen? Damit sich Trittbrettfahrer einklinken?

Jeder wissenschaftlich arbeitende Mensch weiß, dass die Art und Weise, wie die Stichprobe aus der Grundgesamtheit gezogen wird, zentral wichtig ist für die Aussagen, die aus den Daten heraus gemacht werden. Nimmt man eine falsche, verzerrte oder nicht repräsentative Stichprobe, dann sind die Aussagen die darauf gemacht werden auch nur (sehr) begrenzt aussagefähig.

Eine Vermutung zur Datenerhebung von Blogcensus sei hier gemacht. In einem Interview bei Politik-Digital.de sagt Jens Schröder: “Die 140.000 Blogs, die wir bei Blogcensus gefunden haben, sind Blogs, die seit dem Start des Projekts Anfang Mai aktualisiert wurden.” Es liegt nahe, dass die Betreiber die Technorati-API oder ähnliches nutzen, um die seit Mai aktualisierten Blogs bzw. deren Postings abzufragen.

Zum Stichwort Grundgesamtheit ist da übrigens auch noch die Unklarheit, was denn überhaupt ein Blog ist und was nicht. “Ob eine Website ein Blog ist, oder nicht, hängt nicht von technischen Gegebenheiten ab. Es gibt aber auch keine festen Regeln […]”.

Fazit: 
Ich finde das Projekt Klasse, eine gute Idee. Allerdings befindet sich das Projekt meiner Meinung nach irgendwo in einer Grauzone zwischen Hobbyprogrammierung und Pseudowissenschaft. Was zumindest von wissenschaftlicher Seite einmal dringend benötigt würde, wäre eine methodisch fundierte und verlässliche Erhebung. Dass diese nicht trivial ist, weil die Grundgesamtheit aller deutschen Blogs einfach nicht zu erfassen ist, ist klar. Aber den Weg, den Blogcensus meiner Meinung nach mit der jetzigen, abschottenden Haltung geht, ist nicht förderlich. Schade.

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Vortrag zu „Visuelle Exploration dynamischer Konfliktnetzwerke“

Heute Vormittag hörte ich einem Vortrag von Herrn Prof. Dr. Ulrik Brandes von der Universität Konstanz, Informatik und Informationswissenschaft. Er hat zum Thema „Visuelle Exploration dynamischer Konfliktnetzwerke“ gesprochen.

Der Schwerpunkt lag dabei auf nicht-diskreten Rollenzuordnungen und deren Visualisierung in einem eigenvektorbasierten Verfahren. Als Grundlage nahm er Agenturmeldungen, die von KEDS (Kansas Event Data System) semiautomatisch auf genannte Beziehungen codiert wurden. Die Bestimmung dieser Beziehungen funktioniert mehrstufig: Zunächst werden die einzelnen Akteure identifiziert („angegriffen von der NATO“, „A gegen B“) und als Token definiert. Die Beziehungen untereinander werden dann mittels der WEIS Event Codes und den Goldenstein Scale Values klassifiziert. Eine Liste der 226 Codes findet sich zur Anschauung hier. Die Goldenstein Scale Values sind definiert zwischen -10 bis 10 und meinen sehr feindlich bis sehr freundlich. Die einzelnen WEIS Codes erklären die Art der Beziehung zwischen zwei Knoten. So ist beispielsweise „A visits B“ codiert mit „A B 032 1.9“.

 

Die Beziehungen der beteiligten Parteien während des Kriegs im ehemaligen Jugoslawien (Balkan Set der KEDS) wurden so dynamisch visualisiert. Im Zentrum der Forschung stand jedoch nicht die Erklärung des Balkankonfliktes, auch wenn aus den gewonnen strukturellen Erkenntnissen die Idee geboren wurde, eine Art Frühwarnsystem zu entwickeln. Vielmehr lag das Interesse im methodischen Bereich, nämlich bei der nicht-diskreten Rollenzuordnung. Einem Knoten wird im diskreten Falle immer eine einzige Rolle (oder auch gar keine) zugewiesen. Dies führt automatisch zu bestimmten Informationsverlusten. Eine nicht-diskreten Rollenzuteilung erlaubt, einer Kante mehrere Rollen zu unterschiedlichen Anteilen zuzuweisen. Mit dem vorgestellten Verfahren war es Brandes et al. möglich, einen Rollengraph als Hypothese über Eigenwerte und Eigenvektoren von mehreren Rollenmatrizen zu verifizieren. Interessant war neben vielen kleineren Details auch der „model fit“-Quotient, der beschreibt, wie gut der beschriebene bipartite Graph funktioniert.

Derzeit wird das Verfahren für n-partite Graphen ausgedehnt – Wikipedia, bzw. die Versionshistorie mit den kurzen Editieranweisungen dient als Datengrundlage. Dabei wird dann ein negativer Wert im Sinne der Goldenstein Scale Values angenommen, wenn zwei Änderungen sehr kurz hintereinander geschehen – also eine Korrektur stattfindet. Hier bemerkte Brandes, dass das Verfahren nicht hundertprozentig valide wäre. In der anschließenden Diskussion wurde hauptsächlich über die Validität der Datengrundlage gesprochen. Auch das KEDS-Material hat eine Fehlerrate von bis zu 20 Prozent.

Insgesamt war der Vortrag für mich sehr interessant. Vielen Dank dafür :)

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Stichprobe bei Weblogs

Jeder, der sich derzeit mit der Forschung in und um Weblogs bemüht kennt die Frage: Wie groß ist die Grundgesamtheit? Welche Stichprobe kann ich ziehen? Ich habe noch keine Publikation gefunden, die sich dediziert mit dem Thema beschäftigt (über Hinweise freue ich mich natürlich).

Dabei ist die Herangehensweise bei der Stichprobenziehung sicherlich gerade für eine Netzwerkanalyse entscheidend. Blogcensus ist mittlerweile bei rund 83.000 Weblogs. Allerdings zählen die Damen und Herren nur aktive Weblogs - das ist nett, aber nicht unbedingt zwingend repräsentativ für die deutsche Blogosphäre. In unserem Forschungsprojekt werden wir hier einen anderen Weg gehen. Nach dem Urlaub in einer Woche sollte die Ersterhebung von PostingURLs abgeschlossen sein und dann bin ich gespannt, wie viele deutschsprachige Blog-URLs noch übrig bleiben, wenn wir die Duplikate entfernen.

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Wieviele deutsche Weblogs gibt es

Die häufig gestellte Frage wollen Dirk und Jens mit www.blogcensus.de beantworten. Mit einem eigenen Crawler haben Sie derzeit laut eigenen Angaben 43.350 deutschsprachige Weblogs indexiert. In unserem Forschungsprojekt “Netzwerkkommunikation im Internet” erheben wir derzeit auch per Crawler Weblogs und Weblogdaten - ein großes Problem stellt dabei dar, dass man ausgehende Links im Schneeballsystem überprüfen muss, ob die Ziel-URL ein Weblog ist oder eine “normale” Website. Wenn Dirk oder Jens das Posting lesen - ich würde mich über ein Gespräch freuen :)

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Netzwerkvisualisierung

Für alle, die es interessiert und mich, der es sicherlich sonst vergessen wird:

Das Blog MemeMapper beschäftigt sich mit der Netzwerk-Visualisierung von Informationsflüssen.

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Besonders alltägliche Blog-Umfrage

Tino Seeber bittet im Rahmen seiner Diplomarbeit zum Thema “Mediengebrauch von Weblogs, seiner Relevanz als demokratisches Massenmedium und Citizen Journalism”  an seiner Umfrage teilzunehmen. Besonders statt alltäglich ist die lesenswerte Geschichte mit Tino, den Burschen und der TU Illmenau. Schön zusammengefasst bei medienrauschen oder auch zu lesen bei der Thüringer Blogzentrale.

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