Netzwerkkommunikation

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Mayday Mayday

Lange wurde spekuliert, dann wurde die Algorithmus-Änderung bestätigt und nun gibt es auch ein offizielles Matt-Cutts-Video:

Kurz zusammengefasst:

  • Einführung war um den 1. Mai (daher auch MAYday)
  • Es handelt sich um eine permanente Algorithmusanpassung
  • Die Anpassung betrifft den LongTail mehr als den ShortTail
  • Die Qualität der SERPs soll damit verbessert werden
  • Es gab keine menschlichen Bewertungen (von Seiten)
  • Es hat nichts mit dem ausstehenden Caffein-Update zu tun

Damit ist zwar klar, dass es ein Update hauptsächlich im LongTail gegeben hat, aber eigentlich auch nicht wesentlich mehr. SEOs werden jetzt wieder ans Werk gehen und Analysen anstellen. Meine Vermutung:

LongTail-Queries sind Anfragen, die aus mehreren einzelnen Begriffen bestehen. Im Gegensatz zu dem ShortTail wird auf LongTail-Anfragen nicht einzeln optimiert (weil es zu viele sind), sondern es findet eine grundsätzliche, strukurelle Onpage-Optimierung statt. Landingpages für LongTail-Anfragen sind also bestimmte Unterseiten bzw. Detailseiten, die i.d.R. wenig eingehende Links von außen haben. Wenn Matt sagt “create more quality content” deutet das darauf hin, dass bei der Bewertung der einzelnen Zielseiten für eine LongTail-Anfrage nun nach dem Mayday-Update die gesamte Site herangezogen wird. Ganz kurz also:

wenn (authorität_von_gesamter_website HOCH) dann (mayday-ranking PLUS)

Attestiert Google also beispielsweise einem Shop eine thematischen Schwerpunkt (Authorität) als Fussball-Online-Shop und es gibt eine LongTail-Anfrage nach “grüner Fussball mit gelben Ecken”, dann erhält die Landingpage nun mehr Bewertungspluspunkte bei der Rankingevaluation, weil die Qualitätsevaluation der gesamten Site in diese Anfrage “passt”.

Neu und spannend ist die Aussage, dass Matt den Hinweis gibt (wie Andrea auch schon festhält): “Am I shown up for the most relevant searches?” Daraus die These:

Wenn eine Site im ShortTail für semantisch und thematisch verwandte Keywords gut ranked, so ranked sie auch in entsprechenden LongTail-Anfragen mit Mayday besser. Das Mayday-Update setzt also eine Suchanfrage mit anderen ähnlichen Suchanfragen rekursiv in Relation. Daher wirkt sich das Mayday-Updat auf den ShortTail auch weniger aus, weil es hier weniger Keyword-Relationen zum Vergleich gibt.

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Keyword-Dichte-Test: Viel hilft viel

Bei einer Umfrage von Rand Fishkin (SEOmoz), bei der „70 Top SEOs Worldwide“ ihre Meinung zum Ranking-Faktoren bei Google abgaben, bekam die Keywordverwendung Onpage („On-Page Keyword Use“) nur 15% anteilige Relevanz. Dennoch ist eine häufig gestellte Frage vor allem von Texten und Werbeagenturen wie hoch die optimale Keyword-Dichte in einem Text sein solle.

Mitte 2009 hat Johannes Beus (sistrix.de) die Ergebnisse seines Keyword-Dichte-Tests vorgestellt:

„Überraschenderweise sind es wirklich die Texte mit einer möglichst hohen Keyworddichte: auf der ersten Seite findet sich alles zwischen 7,0 und 9,8%.“

Wir haben Johannes‘ Test in wissenschaftlicher Manier einer „Verifikation“ unterzogen, da in den Kommentaren der berechtigte Hinweis gegeben wurde, dass eine Störvariable die bekannte Domain sistrix.de sein könnte. Außerdem haben wir den Test in verschiedenen Varianten erweitert.


Vorüberlegung:

Um herauszufinden, wie hoch die optimale Keyword-Dichte bei Google ist, erstellt man verschiedene Versionen eines Textes mit unterschiedlichen Keyword-Dichten. Diejenige Seite, die bei einer entsprechenden Googlesuche am besten geranked wird, enthält die optimale Keyword-Dichte. Dabei sollten alle anderen Faktoren (wie Verzeichnisstruktur, Titel, eingehende Links usw.) gleich bleiben, damit diese nicht als sogenannte Störvariablen wirken und man dann nicht mehr die Keyword-Dichte als eigentlich Ursache für das Ranking „isoliert“ betrachten kann.


Vorgehen zur Überprüfung:

Um eine Überprüfung (Verifikation) von Johannes’ Test zu erzielen, haben wir das erste Zeichen des Suchstrings „2f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf“ ersetzt durch „3f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf“. Dies sollte das Ranking des jeweiligen Keywords nicht beeinflussen. Im Footer haben wir allerdings die Credits und das Datum (wie beispielsweise hier zu sehen) entfernt. Dies erschien uns als unnötiger Störfaktor. Den Link zur Übersicht haben wir übernommen, um eine ordentliche Indexierung zu gewährleisten. Die Verzeichnisstruktur haben wir ebenfalls aus Gründen der Vergleichbarkeit übernommen, um durch unterschiedliche Ebenen nicht eine Störvariable einzubauen.

Das Verzeichnis /keyworddichte/ enthält eine Übersicht mit den Verweisen auf die einzelnen Dokumente mit einer Keyword-Dichte von 0,1% bis 10%. Johannes hat die Keywords in <b>-Tags gesetzt zur Hervorhebung. Wir sehen das als mögliche Störvariable an und haben daher unter /keywordDichte/ eine Variante angelegt ohne <b>-Fettung. Die Großschreibung von „D“ statt „d“ im Verzeichnisnamen sollte keinen Einfluss auf das Ranking haben.


Auswertung des Vergleichs:

Johannes hat in seiner Untersuchung die Abfrage „site:sistrix.de/tests/keyworddichte 2f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf“ genutzt. Der Site-Parameter führt jedoch dazu, dass unterschiedliche Ergebnisse angezeigt werden in den Rankings. Dies kann man sehen, wenn man diese unterschiedlichen Anfragen durchführt:

site:sistrix.de/tests/keyworddichte 2f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf

site:sistrix.de 2f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf

2f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf

An Position 1 steht bei der ersten Anfrage das Dokument mit der Keyworddichte von 9,2%. Bei der zweiten und dritten jeweils 10%.

Bei unseren Tests auf mindshape.de kommt bei allen drei Anfragen immer das Dokument mit 10% Keyword-Dichte an erster Stelle. Die letzte Anfrage (ohne Site-Parameter) scheint jedoch die repräsentativste für die allgemeinen Suchanfragen der suchenden Bevölkerung.

Da sowohl sistrix.de wie auch mindshape.de bereits etablierte und viel verlinkte Webseiten sind, haben wir den Test auf verschiedene neue Domains, die noch keine eingehenden Links besitzen, kopiert. Die Domains seien hier nicht genannt (damit sie weiterhin gutes Testgelände bleiben), aber das beste Ergebnis ist ebenfalls das Dokument mit der Keyword-Dichte von 10%.


Ergebnis:

Sowohl bei sistrix.de wie auch bei mindshape.de ranked zumindest derzeit das Dokument mit der Keyword-Dichte von 10% am besten. Auch auf „unbekannten“ Domains ist das Ranking ähnlich. Auch die TOP10-Plätze befinden sich alle im oberen Bereich über 5% bzw. 9%.

Sistrix.de:
10% - 9,8% - 9,4% - 9,9% - 9,2% - 9,5% - 9,0% - 8,9% - 8,4% - 7,7%

mindshape.de
10% - 9,2% - 9,8% - 9,4% - 5,1% - 9,7% - 9,0% - 7,1% - 7,0% - 5,6%

Frische .de-Domain ohne Links:
10% - 9,2% - 9,8% - 9,4% - 5,1% - 9,6% - 9,3% - 1,1% - 9,7% - 8,9%

Spannend ist sicherlich, wieso bei sistrix keine Werte um die 5% liegen. Bei der neuen Domain existiert sogar ein Wert von 1,1% in den TOP10. Das werden wir weiter verfolgen. Interessant ist allerdings, dass auf mindshape.de die ersten beiden Trefferseiten die Varianten ohne (!) Fettung sind. Erst die Ränge 3-5 sind dann „fett“.


Natürliche Texte statt Hash-Werte und Prozente über 10
%

Das Untersuchungskeyword und die Dokumente im Ausgangs-Test sind keine natürlichsprachigen Texte. Man könnte vermuten, dass natürliche Texte mit Sätzen und einer ordentlichen Semantik anders geranked werden. Außerdem muss überprüft werden, ob die oben festgestellten 10% optimale Keyword-Dichte nicht noch nach oben erweitert werden müssten, da 10% das Maximum bislang war an Testvarianz.


Vorgehen 2:

Wir haben daher 1000 Wörter aus einem möglichst themenneutralen Text genommen (Kafka, „Die Verwandlung“) und systematisch wie bei den vorherigen Tests die Keyword-Dichte variiert. Dabei haben wir jeweils das n-te Wort ersetzt durch das Keyword „Mydiatonitis“. Wir haben allerdings diesmal eine Keyword-Dichte von bis zu 20% umgesetzt. Auch dieses Testset haben wir variiert in drei Varianten:
/kEyworddichte/ mit Fettung des Keywords
/keYworddichte/ ohne Fettung und
/keyWorddichte/ mit dem Titel „notitle“ statt dem jeweiligen Keyword wie bei allen anderen Tests.


Ergebnis:

Bei der Suche nach Mydiatonitis ist auf Rang 1 das Dokument mit der unglaublich unleserlichen Keyworddichte von 19,9% (auch bei Google Caffein Beta). Die Variante ist die „mit ohne“ Fettung. Erst an Platz 5 ist die Fettung mit 19,7% vertreten.

Die Reihe der TOP10 sieht wie folgt aus:
19,9% - 19,8% - 19,7% - 19,6% - 19,7% - 19,5% - 19,3% - 19,2% - 19,1% - 19,0%

Die optimale Keyworddichte beim annähernd natürlichsprachigen Text ist also immer über 19%.


Fazit:

Viel hilft scheinbar viel. Bei den Hash-Tests war die Keyworddichte „am Anschlag“ mit 10%. Höhere Testdichten gab es dort nicht. Die optimale Keyword-Dichte bei einem natürlichsprachigen Text liegt rein analytisch betrachtet bei 19,9%. Leserlich ist der Text allerdings nicht mehr (und „natürlich“ auch nicht). Die aktuelle Beta von Google liefert übrigens in den Top-Rankings die gleichen Ergebnisse bei den Tests.

[Update:] Review nach vier Wochen (12/09)

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4 gute Gründe dafür, dass es keinen PageRank mehr gibt

Der kleine grüne Balken, der den Google PageRank visualisiert, ist für viele SEOs fast schon wie der heilige Gral. Ob eine Website gut oder schlecht, high potential oder low potential ist und vor allem ob sie als Linkpartner gut geeignet ist, machen (zu) viele - sein wir ehrlich - schnell und einfach am grünen Balken fest. Heute daher einmal X gute Gründe dafür, dass Google in Zukunft keinen PageRank mehr öffentlich anzeigen wird.

(1)  Der PageRank, wie er damals vorgestellt wurde ist mittlerweile überholt. Nicht nur die PageRank-Berechnung ist mittlerweile verfeinert (Stichworte: themenrelevanz und co.), sondern es kommen auch zahlreiche andere Metriken hinzu, um die Link-Empfehlungen von anderen Seiten auf eine Zielseite zu bewerten (Hilltop, TrustRank, Authorities, etc.). Wieso sollte Google also noch den PageRank anzeigen, der nur noch ein kleiner Baustein im Getriebe ist?

(2) Mittlerweile hat sich glücklicherweise herumgesprochen, dass die PageRank-Anzeige der Toolbar zeitverzögert ist. D.h. der angezeigte PageRank einer Seite entspricht nicht (mehr) zwingend dem aktuellen. Die Aktualisierung fand immer alle 2-3 Monate im Schnitt statt. Derzeit wartet man aber “überdurchschnittlich” lange, wie man hier sieht sogar doppelt so lange.

(3) In den Google Webmaster-Tools werden die Seiten mit dem höchsten PageRank im Monat angezeigt. Derzeit befindet sich dort bei allen unserer Seiten für den letzten Monat “Keine Daten verfügbar.” (das ist außergewöhnlich lange). Dennoch gibt es Erweiterungen bei den Webmaster-Tools, die die Fähigkeiten des Algorithmus in Bezug auf Parameter erkennen lassen. [UPDATE: Mittlerweile ist die Pagerank-Anzeige in den Webmaster-Tools komplett entfernt].

(4) Google arbeitet derzeit heftigst an “Caffein”. Einem Update der Suchmaschine und des Algorithmus, die Suchen und Finden schneller macht und eine kleine oder größe Menge an Rankingveränderungen mit sich bringen wird. Die Einführung des neuen Updates soll für “normale” Suchende nicht spürbar sein und step-by-step erfolgen (laut Matt Cutts). Interessant ist, dass gestern Nacht der Beta-Index scheinbar stark erweitert und aktualisiert wurde, so dass viele neue Seiten in der Beta-Version gefunden werden, im Live-Index allerdings (noch) nicht.
Für das Google-Update muss eine Menge Infrastruktur umgestellt werden. Die PageRank-Anzeige bleibt dabei offentsichtlich auf der Strecke. Das legt die Vermutung nahe, dass nach dem Update anders mit dem öffentlichen PageRank umgegangen wird.

Fazit:  Der Google PageRank ist veraltet, ist nicht mehr das einzige wichtige Offpage-Kriterium und Google bringt mit dem Caffein-Update eine neue Algorithmus-Generation auf den Markt. Sicherlich wird der PageRank nicht sofort verschwinden (man stelle sich die ganzen SEO-Agenturen vor und deren Aufschrei), aber Google wird die Bedeutung des PageRanks nach außen hin abschwächen und dann irgendwann ganz einstellen. Denn wenn der angezeigte PageRank kein Qualitätskriterium mehr für die Stärke einer Seite ist, wird er wertlos sein und man darf gespannt sein, welche Kriterien dann den Offpage-Markt bestimmen und welche spannenden Marketing-Methoden sich dann in der Breite etablieren können.

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Welt.de: IVW für die Füße

Kein Wunder - solche Pressemeldungen.Welt.de auf der Überholspur bei den IVW-Klicks. Die Strategie “50 Gründe für…” oder “Die 129 besten Sprüche von…” geht auf. Klickorgien armer Nutzer nutzen, um die IVW Zahlen zu verschmutzen. Pfui Welt.

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Neu und keiner merkt’s

Domain auf neuem Server - flottes Ding. Mein Blog hat einen Google Pagerank von 4 - mal schauen, ob der IP-Wechsel etwas daran ändert.

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Volksfreund reloaded

Nachdem die Trierer Tageszeitung “Trierischer Volksfreund” vor etwas einem Jahr einen Relaunch Ihrer Website unternommen hat, kommt nun eine Farbkorrektur. Die www.volksfreund.de erscheint nun in einem nüchternen Eis-Weiß. Die farbliche Ähnlichkeit zu Sportalis finde ich interessant. Aber immerhin kommt die bunte Werbung gut zur Geltung.

Wie Peter schon geschrieben hat, wurde der virtuelle Avatar ‘Tina Volksfreund’ ein paar Tage vorher entfernt. Auch nicht schlimm. Denn wirklich hilfreich war das System nicht - das lag aber weniger am System selbst, als an der Tatsache, dass die Stichwortkette nicht wirklich konsequent integriert war.  Von den weniger Seriosität versprühenden Aktionen auf gezielte Fragen (”zieh dich aus bitte”) ganz zu Schweigen.

Meiner Meinung nach ist der angepasste Volkfsfreund-Look zu fade und kalt für eine Lokalzeitung. Vielleicht wollte man die Akzentuierung etwas verbessern. Das ist leider aber auch nicht richtig gelungen.

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Becker Navigationsgerät und Windows

Navigationsgeräte gibt es viele. Der Markt ist voll davon. Viele sind dazu noch voll schwer zu benutzen. Bei dem Becker-Navi ist das etwas anders. Da ist nur die Flash-Website schlecht zu bedienen, aber die interessiert im Auto meist weniger (falls dies ein Becker-Mitarbeiter lesen sollte: entfernen Sie diese schreckliche Sprach-DropDown zu Beginn! Niemand kapiert in den ersten fünf Klicks, dass er auf “deutsch” klicken muss und nicht auf den DropDown-Button).

Zurück zum Wesentlichen: Bevor das Becker-Gerät als Geburtstagsgeschenk genutzt werden soll, habe ich es einmal testen wollen (ob es “tut”, weil wenn nicht, wäre das ein doofes Geschenk). Hat es natürlich nicht - das Kartenmaterial sei nicht passend zur Software. Nungut. Es gab eh ein Update - runtergeladen - die Update-Anleitung gelesen (sehr gut!) - gleiche Fehlermeldung - doof. Hat das Update überhaupt funktioniert fragt sich der geneigte Leser? Gute Frage. Die habe ich mir auch gestellt - daher habe ich unter Einstellungen - Informationen geschaut. Da steht aber lediglich, dass das Gerät von Becker ist und mit Navigon-Software funktioniert. Wer denkt, da könnte ja auch eine Versionsnummer stehen, denkt richtig, liegt aber falsch. Ich habe dann in einem Anflug von Unverständnis willenlos auf dem Display herumgedrückt. Interessanterweise macht das Gerät auf Schaltflächen einen anderen Ton als beim Danebenklicken. Wie willenlos ich gedrückt habe, kann man bemerken, wenn man Folgendes liest:

Klickt (oder drückt man) sechs Mal nacheinander auf das NAVIGON-Logo, dann gelangt man auf die Windows-CE Oberfläche. Hier gibts dann das gewohnte Bild, Papierkorb, Systemeinstellungen und den Windows-Explorer. Super. Da ein wenig rumgeklickt, mit F5 die Laufwerke akualisiert und geschaut, was es so zu schauen gibt. Zurück zur Navi-Software gehts dann nur noch per Aus-An-Schalt-Kombination. Wurschd.

Warum erzähle ich das? Nicht etwa, weil ich so lange kein Posting mehr geschrieben habe, sondern weil ich das noch nirgends im Netz gefunden habe. Vielleicht interessiert es ja jemanden, der das Becker-Navigationsgerät mit Windows-CE bzw. Windows-Programmen nutzen möchte. Und weil man alles im Netz findet, findet man das nun auch.

Nebenbei: In der fast 1cm dicken Bedienungsanleitung mit insgesamt 8 deutschen Seiten stand nicht (auch nicht in der ausführlichen, die natürlich nur als PDF beigelegt ist), dass das Gerät nicht in den Navigationsmodus übergeht, wenn der USB-Stecker noch steckt.

Liebe Firma Becker… es gibt noch eine Menge zu optimieren bei Ihren Produkten und deren Packungsbeilagen. Aber ich höre jetzt auf, weil lange Postings liest eh niemand.

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Gefunden: Schlechte SEO

Auf der Seite des Competence Center eBusiness (CEB-Trier) bin ich heute auf einen etwas unorthodoxen Versuch der Suchmaschinen-Optimierung gestoßen. Allerdings nicht der Suchmaschinen-Optimierung des CEB selbst, sondern des Webmasters.

Der taucht im Impressum der Website namentlich und mit seiner E-Mail-Adresse auf, das ist richtig und gut, schließlich ist das eine gute Referenz. Unter der eigentlichen E-Mail Adresse befinden sich dann auch noch zwei Links zu eigenen Projekten, die (soweit man das als Besucher beurteilen kann) nichts mit dem CEB zu tun haben.

ceb_mail_seoDer Besucher soll die auch gar nicht sehen, denn sie sind im Normalzustand unsichtbar. Der Hover-bzw. Mouseover Effekt wurde jedoch nicht angepasst, so dass der Link sichtbar wird, wenn man mit der Maus drüber fährt (siehe Bild). Ob das Absicht ist, oder ob die Verweise eigentlich gänzlich für den Nutzer (nicht aber für die Suchmaschinen) versteckt sein sollen, kann man nur vermuten.

Leider kann man häufig solche Versuche von Agenturen und Webmastern beobachten, den Pagerank einer Kundenwebsite zu nutzen und auf eigene Projekte zu verlinken. Ein paar Dinge sollte man dabei aber beachten, damit die Optimierungsmaßnahme auch Erfolg hat:

  • Zunächst natürlich: Fragen Sie den Kunden bzw. Betreiber, ob er mit einem Verweis auf seiner Seite einverstanden ist! Denn er ist letztendlich für Verweise (rechtlich) verantwortlich.
  • Verwenden Sie beim Platzieren von Verweisen auf eigene Projekte auf keinen Fall Spam-Methoden! Im schlimmsten Fall fliegt die Kundenseite bei Google aus dem Index.
  • Nutzen Sie - damit die Verlinkung effektiv ist - als Bezeichnung des Links inhaltlich relevante Stichwörter (und nicht wie im Beispiel den Domainnamen).
  • Nutzen Sie für Verlinkungen zusätzlich hier das title-Attribut.

Auf der CEB-Seite wird der Link per CSS-Format versteckt (<a class=”hidden” href=”…”>…</a>). In der CSS-Datei wird dann eine Textfarbe gewählt, die auch der Hintergrund hat - weiß. AUA. Das ist astreiner Spam, also ein Verstoß gegen die Qualitätsrichtlinien von Suchmaschinen. Wenn das jemand meldet, fliegt die Seite aus dem Suchmaschinenindex. Da ist vor allem Google mittlerweile recht schnell (Abmahnung per Mail und nach 2-3 Tagen ist die gesamte Webpräsenz komplett nicht mehr auffindbar bei Google).

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Wikipedia und ausgehende Links

Ich bin gerade am Schreiben der dritten Auflage für mein Buch. Wikipedia eignet sich ja im Prinzip sehr gut für die Generierung von eingehenden Links auf die eigene Website - vorausgesetzt sie bietet echten Mehrwert für das entsprechende Thema. Da frage ich mich allerdings, ob jemand schon einmal Erfahrungen gemacht hat damit oder ob und wie solche Linkplatzierungen in den Seitendiskussionen behandelt werden.

Auf der Seite zur Suchmaschinenoptimierung (die wohl besonders von SEO-Firmen begehrt ist), kann man etwa solche Begründungen für Linkentfernungen lesen:

  • ODP Link ausreichend
  • kann sich im dmoz anmelden
  • mit Werbung überladene Seite mit Belanglosigkeiten in einem e-book zusammengefasst…Link gelöscht
  • Inhalte durch Link zum ODP abgedeckt
  • Werbung entfernt
  • revert linkspam
  • XY ist eine Schande! Spam mit Google Anzeigen!
  • no blogs, siehe Richtlinien für Links

Man müsste einmal untersuchen, welche Begründungen zur Linkentfernung führen und wie lange Links vor der Entfernung durchschnittlich zu sehen sind.

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